Erster Schritt zur Integration von Unitymedia

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JoeRayEMD
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Re: Erster Schritt zur Integration von Unitymedia

Beitrag von JoeRayEMD » 12.09.2018, 11:55

Vielen Dank für beider Antworten.
Es ist also kompliziert.
(Das UM-/Kabel-Helpdesk hantiert bei der UKW-Belegung nicht mit einer 25er-, sondern mit einer 30er-Liste. - Aber es soll ja an einem Ort durchaus auch mehrere Content Hubs geben. Und auch mehrere Belegungen.)

GLS hat geschrieben:
12.09.2018, 00:51
Primary Hubs sind üBKVrStn und Secondary Hubs bBKVrStn.
Die TV-PoPs heißen bei UM "Content Hubs" oder "Netzknoten".
In dem Durcheinander den Überblick zu behalten... - Nachdem ich erstmal weiter recherchiert habe über den Kabelnetzaufbau und die Bedeutung der Abkürzungen: sehe ich das so nun erstmal richtig?:

a) POC

--- nationales Backbone ---

b) Breitband-PoPs

--- regionale Backbones ---

c) BKVtStn (BK-Verteilstellen)
= TV-PoPs
= (UM) Content Hubs / Netzknoten
= Beispiel: LEER

d) üBKVrStn (übergeordnete BK-Verstärkerstellen)
= Cable-PoPs
= (UM) Primary Hubs
= Beispiel: ***

e) bBKVrStn (benutzerseitige BK-Verstärkerstellen)
= ... (neuer VDFK-Name?)
= (UM) Secondary Hubs
= Beispiel: ***

***) Bei den üBKVrStn / bBKVrStn weiß ich jedoch noch nicht, wie ich mir den Unterschied vorstellen soll:
Ist die "LETZTE KOPFSTELLE" = Beispiel: EMDEN d)? (oder e)?)
Und wo/was ist dann bei uns die ANDERE Stelle? also e) (oder d))

Am eigenen Ort kann man sich das am besten vorstellen. Das habe ich beim Nachlesen noch nicht herausgefunden, da es undurchsichtig blieb, wie sich die unterscheiden.
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Re: Erster Schritt zur Integration von Unitymedia

Beitrag von Heiner » 12.09.2018, 17:07

Bzgl. Kerpen:
Ist in der Liste von 2004 keine üBK, sondern an die üBK Bergheim angeschlossen. Tendenziell würde ich da annehmen, dass der üBK von Bergheim nach Kerpen gewandert ist, nur wer weiß das schon?

Bzgl. Monheim:
Hier genau dasselbe, nur dass es dort die üBK Langenfeld ist.

Warum bei den Kollegen vom Kabel Helpdesk mehr steht, müsste Chris beantworten, denke aber dass er da einfach nur die größeren Städte und Gebiete abgedeckt haben wollte. Wobei auch da was fehlt, das nördliche Münsterland (Kreis Steinfurt) seh ich da gar nicht.
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Re: Erster Schritt zur Integration von Unitymedia

Beitrag von GLS » 12.09.2018, 17:48

JoeRayEMD hat geschrieben:
12.09.2018, 11:55
Nachdem ich erstmal weiter recherchiert habe über den Kabelnetzaufbau und die Bedeutung der Abkürzungen: sehe ich das so nun erstmal richtig?
Im Großen und Ganzen: Passt schon. :wink:
e) bBKVrStn (benutzerseitige BK-Verstärkerstellen)
= ... (neuer VDFK-Name?)
"Hubs"
***) Bei den üBKVrStn / bBKVrStn weiß ich jedoch noch nicht, wie ich mir den Unterschied vorstellen soll:
Ist die "LETZTE KOPFSTELLE" = Beispiel: EMDEN d)? (oder e)?)
Und wo/was ist dann bei uns die ANDERE Stelle? also e) (oder d))
d) ist in Emden, zumindest nach Stand von 2013 (der sich jederzeit geändert haben kann) in der Stadtmitte bei dem Funkturm (Osterstr.), wäre Emden 0.
e) gibt's mehrere, meinetwegen in der Freiligrathstr.; da kannst du einfach mal nach den VSt-Listen der Telekom ("DSL-Hauptverteiler") googlen, die sind nämlich bekannt.

Aber folgende Frage habe ich jetzt an dich: Wo ist die bBK eines Hauses, was direkt neben dem Funkturm in der Osterstr. steht? Und wo sind ü- und bBK der Häuser rings um Leer 0? :)
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Re: Erster Schritt zur Integration von Unitymedia

Beitrag von JoeRayEMD » 18.09.2018, 11:14

Danke für den großartigen Tipp mit dem Stichwort "Hauptverteiler". -
Inzwischen habe ich mir einiges durchgelesen, was sich bei Wikipedia und Google dazu findet, und dabei sehr viel wieder dazugelernt!

Obwohl ich bereits seit den 80er Jahren weiß, daß es in Emden außer in der Innenstadt noch drei weitere Telefonvermittlungsstellen gibt (W: Larrelt: 6... / N: Barenburg: 4... / S: Borssum: 5...), ist mir das aktiv nie so bewußt und denke ich dabei immer nur an unsere ganz offensichtliche in der Innenstadt, zumal mir BIS JETZT VÖLLIG unbekannt war, wo die drei anderen sich befinden! Und den Zusammenhang zum Kabelnetz und zur bBKVrSt stellt man ja auch nicht von selbst her.

Da sich die Wilhelm-Röntgen-Straße gegenüber einem großen Einkaufszentrum befindet und ich noch etwas zu fotokopieren hatte, habe ich mir am vorigen Donnerstag gleich mal angesehen, wie die aussieht:
Ein unscheinbares, komfortables, zweistöckiges Einfamilienhaus mit Rasenfläche (eingezäunt mit hohem Zaun) am Ende einer Wohnstraße. Ein Unbeteiligter weiß nicht, was sich darin verbirgt.

Der Komplex in der Innenstadt ist dagegen ganz eindeutig und erstreckt sich über zwei Ecken und drei Straßen:
- In der OSTERSTRASSE befindet sich das große, alte, historische Kaiserliche Telegraphenamt, das seine große Zeit vor plusminus 100 Jahren hatte*. (Damals war Emden noch wichtig; in den 50er/60er Jahren verschob sich das nach Leer. Die deutsche Seekabelendstelle ist in Norden.) Heute sind die meisten/alle(?) Büros untervermietet oder zu vermieten. (Ging einher seit der Privatisierung der Telekom.)
- Um die Ecke nach links entlang der STEPHANSTRASSE befindet sich in einem Neubau der ca. 60er Jahre (kein Eingang) die Telefonvermittlungsstelle Innenstadt / der Hauptverteiler.
- Am Ende dieser Straße steht ein höheres Haus, auf dessen Dach sich vor dem Bau des Fernmeldeturms die Richtfunkantennen und auch die Empfangsantennen der Kabelkopfstation befanden, die im obersten Stockwerk dieses Hauses angesiedelt war. (Ich vermute mal, die wird dann auch in den FMT umgezogen sein. - Da waren dann auch die ganzen Kabelantennen, bevor sie im Zuge der technischen Entwicklung wieder abgebaut wurden.)
- Nochmal nach links um die Ecke in der BRÜCKSTRASSE ist die Einfahrt zum großen Park- und Lagerplatz, wo auch der Fuß des FMT (94m) steht. [Weitere Einfahrt nochmal links um die Ecke Hof von Holland.]
-Dann folgt abschließend (neben der Einfahrt Brückstraße) noch das Gebäude mit den Anlagen für die Notstromversorgung. (Das neueste Gebäude.)

*) http://www.seefunknetz.de/entwickl.htm ---> DAT

Foto Stephanstraße: Teilansicht Gebäude Vermittlungstelle und "höheres Haus" [keine Antennen mehr] (von links nach rechts); FMT dahinter:
https://www.architektur-bildarchiv.de/i ... 41236.html
Foto Gebäude Osterstraße:
https://www.emderzeitung.de/emden/~/spd ... mt-731895/

Nachdem ich etwas ausgeholt habe...
Nun zu Deinen Fragen: - Da fragst Du mich ja was...! (Vielleicht mißverstehe ich Deine Fragen ja auch irgendwie...)

- EMDEN: bBK: Angesichts dessen, was ich so ausführlich beschrieben habe: Müßte sie nicht im Gebäudekomplex entlang der Stephanstraße sein???
- LEER:
a) üBK: Meinst Du denn nicht, daß die im FMT Nüttermoor ist??? (Sandfuhrweg) - da wo auch der TV-PoP ist...
b) bBK: Beim FMT Nüttermoor ist ja keine; die drei bBKs sind anderswo. - Durch welche Nüttermoor versorgt wird??? (Bavinkstr. ist das alte Fernmeldeamt.)


Noch etwas zu diesem:
https://www.vodafone.com/content/dam/gr ... tation.pdf Seite 32
Daraus erfährt man über VDFK (Stand September 2016 allerdings):
26 B-PoPs
151 TPoPs
323 CPoPs mit DOCSIS ***
1 800 Hubs [Übergang zur A-/B-Linie]
134 000 Verstärkerpunkte [Übergang zur B-?/C-Linie]
2,2 Mio Abzweiger [Übergang von der C-Linie zur D-Linie]

***) Ist in den Angaben nicht eine logische Lücke, um auf alle "Letzten Kopfstationen" zu kommen? -
die Addition von CPoPs ohne DOCSIS?
Denn schon alleine an den alten "Stern Leer" sind ja ca. 10 Netze angeschlossen. Deswegen kommt mir die Zahl der üBKVrSt sehr niedrig vor!
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Re: Erster Schritt zur Integration von Unitymedia

Beitrag von DerSarde » 19.09.2018, 14:50

JoeRayEMD hat geschrieben:
18.09.2018, 11:14
Noch etwas zu diesem:
https://www.vodafone.com/content/dam/gr ... tation.pdf Seite 32
Daraus erfährt man über VDFK (Stand September 2016 allerdings):
26 B-PoPs
151 TPoPs
323 CPoPs mit DOCSIS ***
1 800 Hubs [Übergang zur A-/B-Linie]
134 000 Verstärkerpunkte [Übergang zur B-?/C-Linie]
2,2 Mio Abzweiger [Übergang von der C-Linie zur D-Linie]

***) Ist in den Angaben nicht eine logische Lücke, um auf alle "Letzten Kopfstationen" zu kommen? -
die Addition von CPoPs ohne DOCSIS?
Denn schon alleine an den alten "Stern Leer" sind ja ca. 10 Netze angeschlossen. Deswegen kommt mir die Zahl der üBKVrSt sehr niedrig vor!
Nicht ganz: Die Hubs entsprechen ja der bBKVrStn, die sich meist bei den Vermittlungsstellen der Telekom befinden. Es sind immer mehrere dieser Hubs an einen CPoP angeschlossen. Für das Netz Leer rechne ich nicht mit mehr als drei CPoP, an diese sind dann die ganzen "Letzten Kopfstationen" angeschlossen.

Ein bisschen was muss ich in deiner Aufzählung auch korrigieren... ;-)
26 B-PoPs
151 TPoPs
323 CPoPs mit DOCSIS *** [entspricht der üBKVrSt = übergeordnete BK-Verstärkerstelle] -> an 242 dieser CPoP befinden sich zusätzlich auch noch VPoP für VoD
1 800 Hubs [entspricht der bBKVrSt = benutzerseitige BK-Verstärkerstelle]
6 000 FN (Fibernodes) [Übergang zur A-/B-Linie] -> hast du in der Aufzählung vergessen
134 000 Verstärkerpunkte [Übergang zur B-?/C-Linie]
2,2 Mio Abzweiger [Übergang von der C-Linie zur D-Linie]
Inzwischen dürften sich diese Zahlen auch wieder etwas verändert haben, so gibt es mittlerweile sogar 156 TPoP.
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Re: Erster Schritt zur Integration von Unitymedia

Beitrag von GLS » 20.09.2018, 23:51

JoeRayEMD hat geschrieben:
18.09.2018, 11:14
Danke für den großartigen Tipp mit dem Stichwort "Hauptverteiler".
Gerne doch. :)
Nun zu Deinen Fragen: - Da fragst Du mich ja was...! (Vielleicht mißverstehe ich Deine Fragen ja auch irgendwie...)

- EMDEN: bBK: Angesichts dessen, was ich so ausführlich beschrieben habe: Müßte sie nicht im Gebäudekomplex entlang der Stephanstraße sein???
So genau wollte ich es gar nicht wissen bzw. so genau kenne ich mich in Emden eh nicht aus. Es ging mit um etwas Grundsätzliches. Ich denke, am Beispiel Leer wird es klar.
- LEER:
a) üBK: Meinst Du denn nicht, daß die im FMT Nüttermoor ist??? (Sandfuhrweg) - da wo auch der TV-PoP ist...
b) bBK: Beim FMT Nüttermoor ist ja keine; die drei bBKs sind anderswo. - Durch welche Nüttermoor versorgt wird??? (Bavinkstr. ist das alte Fernmeldeamt.)
Vorsicht: Nüttermoor ist Leer 1 und der ist seit Jahren nicht mehr die Kopfstation des Netzes, sondern es ist Leer 0, also Bavinkstr. Jetzt ist meine Frage wahrscheinlich weniger verwirrend. Wenn Leer 0 also TV-PoP-Standort ist, wo ist dann die üBK und wo die bBK eines verkabelten Hauses in der Nähe davon?
323 CPoPs mit DOCSIS ***
1 800 Hubs [Übergang zur A-/B-Linie]
134 000 Verstärkerpunkte [Übergang zur B-?/C-Linie]
2,2 Mio Abzweiger [Übergang von der C-Linie zur D-Linie]

***) Ist in den Angaben nicht eine logische Lücke, um auf alle "Letzten Kopfstationen" zu kommen? -
die Addition von CPoPs ohne DOCSIS?
Denn schon alleine an den alten "Stern Leer" sind ja ca. 10 Netze angeschlossen. Deswegen kommt mir die Zahl der üBKVrSt sehr niedrig vor!
Ist richtig beobachtet. Nur reden wir hier von verschiedenen Zeiten: Früher gab es viele BK-Netze (= alles, was eine üBK hat), aber seitdem die fast alle mit Glasfaser zusammengeschlossen wurden, wurden zahlreiche üBKs überflüssig. Sie wurden zu bBKs "degradiert". Häufig rede ich noch von "BK-Netzen" und meine die früheren Netze, aber für die heutigen Netze muss man das streng genommen großflächiger sehen.
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Re: Erster Schritt zur Integration von Unitymedia

Beitrag von Chris4981 » 22.09.2018, 06:30

Hallo liebe Community,

ihr habt vollkommen Recht. Das Netz von NRW ist verdammt undurchsichtig. Ich habe beim Aufbau meiner Seiten auch viele Details auch bei Vodafone weggelassen.

Hier im VF-Helpdesk sind die Netze auf kleinste Einheiten heruntergebrochen, da werden Ortsnetze (also z.B. München) nochmals in die Bezirke unterteilt. Das wäre mir weit zu viel Arbeit gewesen. Ich möchte hier die Masse erreichen und nicht jedes untersegmentierte Teilnetz darstellen, da dies auch so in der Form wie ich das gemacht habe nicht möglich / unübersichtlich wäre.

Der technische Freak, der den Netzknoten mit Vorname kennen will ist hier im VF Helpdesk also weit tiefer bedient. Bei mir kann man vorbei schauen, wenn man mal prüfen will, welche Sender so in der Gegend drin ist, aber auf nicht ausgebaute Netze oder Teilnetze werde ich auch künftig nicht eingehen.

Zurück zu NRW: Erst letzte Woche meldet mir jemand den Netzknoten Moers mit UKW Belegung und ich sitze erst mal so vor dem PC :suspekt: bis dato wusste ich nicht einmal, dass Moers einen eigenen Netzknoten hat bzw. habe ich diesen bis dahin nie abgebildet gehabt.

Auch ich lerne nach über 10 Jahren Helpdesk immer noch Dinge, die ich nicht wusste. Witzig wird's für mich eigentlich erst, wenn Vodafone wirklich übernimmt und digital das Radioangebot, welches aktuell analog ist einspeist.

Zum Teil bis zu 3 Regionalsender von Radio NRW und diese je Netzknoten verschieden. Wer das Abbildet braucht erst einmal Delphintherapie, da hilft keine Kur mehr. Ich bin ja schon wahnsinnig geworden bei der Darstellung der restlichen 13 Bundesländer.

Ich glaube, wir dürfen echt gespannt sein auf die Dinge, die da kommen.

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Re: Erster Schritt zur Integration von Unitymedia

Beitrag von JoeRayEMD » 22.09.2018, 12:14

Zu 99% lese ich im VDFKF uneingeloggt am Fernsehgerät - da wäre das Schreiben von längeren Texten sowieso extrem umständlich. Deshalb antworte ich oft auch nicht gleich -auch wenn es mir in den Fingern juckt-, obwohl ich die Texte bereits gelesen habe.

Als Reaktion auf das Posting von DerSarde hatte ich bereits Folgendes geplant vor dem Lesen von Deiner (= GLS) aktuellen Nachricht:
Aaaaaaah ja... die FIBER NODES - der Übergang vom Glasfasernetz zum Koaxialkabelnetz, der sich immer weiter ins Netz hineinschiebt, wo früher auch Koaxialkabel lag. Da hatte ich auch schon von gelesen, aber als ich in der VDF-PDF "6000 FN las, konnte ich das nicht mit Fiber Nodes zusammenbringen, sondern blieb mir die Position erstmal rätselhaft. - VoD hatte ich weggelassen, weil das nur eine UNTERgruppe des Rundfunkempfangs ist, von dem ich sowieso erstmal hauptsächlich ausgehe. (= HSI hat bei mir nicht so Priorität.)
Dann schließe ich daraus: es gibt gar nicht mehr so viele "Letzte Kopfstellen" wie früher, weil Netze zusammengelegt wurden?

Und nun aufgrund GLS' Posting:
Der Gedanke war mir inzwischen also auch schon gekommen, daß da offensichtlich Netze zusammengelegt worden sein müssen - erst recht jetzt nach dem Entfallen von analogem Fernsehen und Hörfunk mit der Analogabschaltung ändert sich an der übriggebliebenen DVB-C-Belegung (Ausnahme: Verschiebung der Transport Streams auf andere Frequenzen in der üBK, wenn ein Netz nicht voll ausgebaut ist. - So war zu lesen. // Nebenbemerkung: in den Niederlanden und in der Schweiz ist das ja der Normalfall, daß die Transport Streams in unterschiedlichen Netzen auf unterschiedlichen Kanälen eingespeist werden und da nicht ein national einheitliches System dahintersteckt wie hier.) ja nach den TV-PoPs sowieso nichts mehr. (So las ich / nur analog wurden in der üBK ggf. noch Änderungen am Programmangebot vorgenommen.) Im Prinzip gibt es also nach der Analogabschaltung (was das Backbone angeht) nur noch -was DVB-C angeht- so viele Netze wie TPoPs - und die CPoPs sind technisch vor allem wohl nur noch für HSI und offensichtlich auch VoD relevant! (?)
Ich bin/war eben noch sehr in der alten Netzstruktur verhaftet - so wie es war, als es noch die Richtfunkverteilsterne gab.
Die ganzen Neuigkeiten (Zusammenlegung von Netzen; bis wohin die Glasfaser geht, bevor es noch immer mit Koax weitergeht) erfahre zumindest ich ja gar nicht! - "Aber schön, daß man mal darüber redet."
Theoretisch könnte Emden Innenstadt inzwischen auch nur noch eine bBK sein??? - Oder habt Ihr genaue Informationen, wo die ganzen CPoPs stehen? (Und der Fernmeldeturm dürfte inzwischen wohl auch sowieso ganz aus dem Spiel sein -genau wie der FMT Nüttermoor, was ich nun auch wieder gelernt habe-, weil sich alles über das Glasfasernetz im Telefonbereich abspielt?)

So genau kenne ich mich in Leer ja auch nicht aus -: aber was spricht dagegen, daß TV-PoP, üBK und bBK alle zusammen in der Bavinkstraße sind (für den von Dir beschriebenen Fall) (Denn was das Telefonnetz angeht, ist das ja das große Zentrum.) ??? - Würde mich da mal interessieren, weil Du SOOOO auf diese Frage kommst...!!!
Im Zweifel kennst Du Dich da besser aus als ich, auch wenn Du nicht vor Ort bist, aber doch sehr viele netzinterne Kenntnisse hast!!!
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Re: Erster Schritt zur Integration von Unitymedia

Beitrag von JoeRayEMD » 22.09.2018, 13:30

Chris4981 hat geschrieben:
22.09.2018, 06:30
Hallo liebe Community
Hallo Chris4981,

- Ich beobachte auch Deine Site; früher, um mich über NRW HE BW zu informieren, inzwischen auch um mal zu gucken, was Du über die VDF-Länder eingearbeitet hast. - Eine in der Tat sehr aufwendige Arbeit!
Sehr schön finde ich die von Dir seit jeher bekannten Frequenz-/Programmlisten (und bisher exklusiv für UM auch die LCN-Liste) mit den Senderlogos, die Du -wie angegeben- von LyngSat Logo holst.
Ein kleines Manko, das mir auffällt: Ab und an sind die Logos leider veraltet.

- Bzgl. Deiner NRW- UKW- HF- Liste:
also die zuletzt 30er, jetzt durch Moers 31er Liste
[Anmerkung: In der Legende fehlt LÜN = Lünen]:
Nach welchen Kriterien wurden die 31 Orte ausgewählt?
Sind das alles Netzknoten? (weil die 25er 2017- UM- STANDORTE- Liste der diversen (+!) Netzknoten stellenweise deutlich abweicht: naturgemäß stehen in der 31er Liste mehr Orte als in der 25er, aber es gibt diverse Orte aus der 25er, die in der 31er nicht auftauchen.)
Oder nach welchem Kriterium wurden die Orte ausgewählt? Erhebt sie Anspruch auf möglichst Vollständigkeit oder nur Repräsentativität und will nur die wichtigsten Netze anzeigen?
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Re: Erster Schritt zur Integration von Unitymedia

Beitrag von GLS » 24.09.2018, 00:35

Chris4981 hat geschrieben:
22.09.2018, 06:30
Hier im VF-Helpdesk sind die Netze auf kleinste Einheiten heruntergebrochen, da werden Ortsnetze (also z.B. München) nochmals in die Bezirke unterteilt. Das wäre mir weit zu viel Arbeit gewesen.
Das stimmt, es macht viel Arbeit. In Zukunft wollen es systematisch so machen, dass alles, was dieselbe digitale Belegung hat, als ein "Netz" angesehen wird (können ein oder mehrere TV-PoPs sein). Analog spielt dann keine Rolle mehr und zu den WDR-Versionen in NRW liegen uns keine ausreichenden Infos vor, daher wird das ignoriert. Meine Aufgabe ist es, die Orte exakt durchzugehen, zu welchen (zukünftigen) Netzen sie gehören. Notfalls müssen sie aufgeteilt werden, wenn eine gewisse Anzahl an Adressen eine abweichende Belegung hat als die Mehrheit in dem Ort.
Zurück zu NRW: Erst letzte Woche meldet mir jemand den Netzknoten Moers mit UKW Belegung und ich sitze erst mal so vor dem PC :suspekt: bis dato wusste ich nicht einmal, dass Moers einen eigenen Netzknoten hat bzw. habe ich diesen bis dahin nie abgebildet gehabt.
Moers steht nicht in der 2017er Liste, also wäre ich vorsichtig mit dem, was die User so schreiben. Analogradio funktioniert allerdings nach anderen Gesetzen. Netzknoten/TV-PoPs/Content Hubs sind dafür nicht entscheidend, da eine UKW-Belegung auch an anderer Stelle erzeugt/verändert werden kann. Nur beim Kabel-Digitalradio geht's wieder nach den Netzknoten und das dürfte in NRW eines Tages sehr kompliziert werden:
Witzig wird's für mich eigentlich erst, wenn Vodafone wirklich übernimmt und digital das Radioangebot, welches aktuell analog ist einspeist.

Zum Teil bis zu 3 Regionalsender von Radio NRW und diese je Netzknoten verschieden. Wer das Abbildet braucht erst einmal Delphintherapie, da hilft keine Kur mehr. Ich bin ja schon wahnsinnig geworden bei der Darstellung der restlichen 13 Bundesländer.
In der Tat. NRW ist so schwierig, weil es v.a. im Ruhrgebiet zusammengewachsene Städte sind und alle Städte und Gemeinden riesige Flächen mit zig Ortsteilen haben, die oftmals abweichende Belegungen haben. Nebenan in Rheinland-Pfalz haben wir ein Bundesland, wo praktisch jeder noch so kleine Ort eine eigene Gemeinde ist. Hier ist es trotz der hohen Anzahl an Gemeinden viel einfacher, weil die Netze klar abgegrenzt werden können (von den widersprüchlichen Angaben in den KEVAG-Netzen will ich mal absehen).

JoeRayEMD hat geschrieben:
22.09.2018, 12:14
Dann schließe ich daraus: es gibt gar nicht mehr so viele "Letzte Kopfstellen" wie früher, weil Netze zusammengelegt wurden?
Richtig.
Im Prinzip gibt es also nach der Analogabschaltung (was das Backbone angeht) nur noch -was DVB-C angeht- so viele Netze wie TPoPs - und die CPoPs sind technisch vor allem wohl nur noch für HSI und offensichtlich auch VoD relevant! (?)
1 TV-PoP = 1 Netz ist die sinnvollste Definition, genau. Es verstärkt sich allerdings der Trend, dass es mehr TV-PoPs gibt und geben wird, weil damit das Backbone (= der IP-Teil des Gesamtnetzes) ausgeweitet wird und weniger Strecken in RFoG übertragen werden müssen, was angeblich ineffizienter ist. Also wird es auch mehr Netze geben. Hier im Helpdesk definieren wir vereinfacht alles, was dieselbe Belegung hat, als ein Netz und das können dann eben mehrere TV-PoPs sein. Cable-PoPs sind die früheren üBKs, denn hier wird ja letztmalig das Signal geändert, nämlich in den Downstreams, die technisch nichts anderes als DVB-C-Transportströme sind. VoD ist wieder eine andere Geschichte, aber die Standorte dieser PoPs dürften mit den Cable-PoPs identisch sein. Nur ist VoD nicht so stark verbreitet und hier ist mittelfristig eine Abschaltung zugunsten einer IP-Verbreitung von VoD-Inhalten zu erwarten.
Theoretisch könnte Emden Innenstadt inzwischen auch nur noch eine bBK sein??? - Oder habt Ihr genaue Informationen, wo die ganzen CPoPs stehen?
Es kursierte 2013 eine (unvollständige) Liste, wonach Emden schon ein CMTS hat (und damit üBK/CPoP). Die Stadt ist dafür auch groß genug. Wer weiß, vielleicht kriegt sie eines Tages sogar einen TPoP. Das CMTS müsste schon bei der zentralen VSt nahe dem FMT stehen (sofern sich in den letzten 5 Jahren nichts geändert hat - Vodafone sucht aber immer gerne Möglichkeiten außerhalb der Telekom); die anderen VStn sind nur bBKs.
So genau kenne ich mich in Leer ja auch nicht aus -: aber was spricht dagegen, daß TV-PoP, üBK und bBK alle zusammen in der Bavinkstraße sind (für den von Dir beschriebenen Fall)
Das ist absolut richtig! :) Ich wollte das nur beispielhaft fragen, damit klar wird, dass die "höhere" Stelle immer auch die Funktionen der "unteren" Stelle(n) hat. Ein TV-PoP-Standort ist auch eine üBK und eine bBK, eine üBK ist immer auch eine bBK.


Abschließend noch etwas zu den UM-Netzknoten: Wir wissen aus 2017 von 25 Standorten in NRW und 9 in Hessen (die 20 in BW haben sich seit Jahren nicht geändert - war aber früher eh Kabel BW). Diese 25 bzw. 9 bezeichnen wohlgemerkt Standorte, nicht notwendigerweise die Zahl der Netzknoten. An einem Standort können mehrere sein, wie man bei KDG in Berlin, München, Hamburg usw. sieht. Die genaue Zahl der Netzknoten in NRW und Hessen und, wie sie sich auf die Standorte verteilen, ist weiterhin unbekannt. Wenn jemand Informationen darüber hat, der möge sich bei uns melden. Bei Vdf-KDG sind diese Dinge bekannt und wir werden demnächst die alte 2013er Liste entsorgen und durch eine sehr aktuelle ersetzen. :wink:
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