Neue Ausbauzahlen von Vodafone Kabel - rückläufig...

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robert_s
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Re: Neue Ausbauzahlen von Vodafone Kabel - rückläufig...

Beitrag von robert_s » 22.12.2017, 13:14

DerSarde hat geschrieben:Ich hab ja schon mal gesagt, dass durch die Analogabschaltung zumindest vorübergehend nicht so stark segmentiert werden muss. Es gibt im Netz Landshut auch jetzt noch Segmente, wo noch nur 200 Mbit/s verfügbar sind. Im Frühjahr 2018 wird es aber auch dort 1 Gbit/s geben, es funktioniert also. Drum wird der Gigabitausbau wohl wesentlich schneller vonstatten gehen können.
Aber nur, wenn man bei dem Verhältnis:

Segmentkapazität / (Haushalte * maximal angebotene Datenrate)

weiter runtergeht als bisher. Und das würde bei "linearer" Erweiterung nicht hinhauen: z.B. ist mein Segment mit 1Gbps/100Mbps Kapazität und max. 200Mbps schon jetzt zu Stoßzeiten an der Lastgrenze. Wenn nun ohne Segmentierung nur durch Hinzuschalten von DOCSIS 3.1 die Kapazität auf das ~2,5fache angehoben wird, könnte man entsprechend nur maximal 500Mbps anbieten, ohne obiges Verhältnis zu verschlechtern bzw. die Segmentüberlastung zu beschleunigen.

Eine Variante wäre natürlich, dass man in solchen Segmenten dann gar keine 400 oder 500Mbps anbietet, sondern weiterhin nur bis 200Mbps und zusätzlich 1Gbps auf Basis von DOCSIS 3.1 - und durch entsprechende Preisgestaltung dafür sorgt, dass sich die Gigabit-Kundenzahl in Grenzen hält, sodass man die vorrangig aus dem DOCSIS 3.1 Block versorgen kann. Nur hält man dann neben den Kundenzahlen auch die Umsätze in Grenzen...

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Re: Neue Ausbauzahlen von Vodafone Kabel - rückläufig...

Beitrag von DerSarde » 22.12.2017, 13:26

robert_s hat geschrieben:z.B. ist mein Segment mit 1Gbps/100Mbps Kapazität und max. 200Mbps schon jetzt zu Stoßzeiten an der Lastgrenze.
Wieso, ich dachte, du hast auch abends noch volle 200 Mbit/s? Damit ist das Segment noch lange nicht an der Lastgrenze...
Eine Variante wäre natürlich, dass man in solchen Segmenten dann gar keine 400 oder 500Mbps anbietet, sondern weiterhin nur bis 200Mbps und zusätzlich 1Gbps auf Basis von DOCSIS 3.1
Und wie willst du das denn machen? Die Bandbreite wird doch in jedem Segment gleich hoch sein, sprich auch der DOCSIS 3.1 - Block wird nicht in manchen Gebieten größer sein als in anderen.
Allgemein wird es einheitlich in jedem Segment zwei Optionen nach der Analogabschaltung geben:
- Erhöhung der DOCSIS 3.0 - Kanäle (womit allein dadurch auch in größeren Segmenten schon 400/500 Mbit/s möglich würden), dafür gäbe es einen kleineren DOCSIS 3.1 - Block
- die Zahl der DOCSIS 3.0 - Kanäle bleibt so wie heute, dafür wäre ein größerer DOCSIS 3.1 - Block vorhanden
Die Frage ist, was wohl besser wäre...
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Re: Neue Ausbauzahlen von Vodafone Kabel - rückläufig...

Beitrag von VBE-Berlin » 22.12.2017, 13:30

robert_s hat geschrieben: und durch entsprechende Preisgestaltung dafür sorgt, dass sich die Gigabit-Kundenzahl in Grenzen hält
Ich glaube, dass sich die Zahl derer, die diese Leitung auslasten können, in einem überschaubaren Rahmen hält.
Mit welchem Content soll man privat diese Leitung 24 Stunden ausnutzen?
bzw. überhaupt ausnutzen?
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Re: Neue Ausbauzahlen von Vodafone Kabel - rückläufig...

Beitrag von robert_s » 22.12.2017, 20:34

DerSarde hat geschrieben:
robert_s hat geschrieben:z.B. ist mein Segment mit 1Gbps/100Mbps Kapazität und max. 200Mbps schon jetzt zu Stoßzeiten an der Lastgrenze.
Wieso, ich dachte, du hast auch abends noch volle 200 Mbit/s? Damit ist das Segment noch lange nicht an der Lastgrenze...
Letzten Sonntagabend wurde hier erstmalig abends die 1Gbps-Grenze durchstoßen, und ich bekam nur noch 50-80Mbps heraus. Seitdem blieb die Last aber unter 1Gbps. Aktuell (Freitagabend, 20:00 Uhr) gibt der Anschluss die vollen 200/12Mbps her.

Also so wäre es gerade noch akzeptabel, aber es ist nun einmal mit steigenden Kundenzahlen und steigender Nutzung zu rechnen. Wenn in den kommenden Monaten nichts zur Segmentierung oder Kapazitätserweiterung passiert, droht die Überlastung.
DerSarde hat geschrieben:
Eine Variante wäre natürlich, dass man in solchen Segmenten dann gar keine 400 oder 500Mbps anbietet, sondern weiterhin nur bis 200Mbps und zusätzlich 1Gbps auf Basis von DOCSIS 3.1
Und wie willst du das denn machen? Die Bandbreite wird doch in jedem Segment gleich hoch sein, sprich auch der DOCSIS 3.1 - Block wird nicht in manchen Gebieten größer sein als in anderen.
Hm? Ganz einfach: Kunden mit 10-200Mbps Tarifen erhalten weiterhin DOCSIS 3.0 Modems, und nur Kunden mit dem Gigabit-Tarif bekommen ein DOCSIS 3.1 Modem - bzw. bei Eigengeräten werden die eben so provisioniert, dass nur die Gigabit-Kunden den DOCSIS 3.1 Frequenzblock nutzen.
DerSarde hat geschrieben:Allgemein wird es einheitlich in jedem Segment zwei Optionen nach der Analogabschaltung geben:
- Erhöhung der DOCSIS 3.0 - Kanäle (womit allein dadurch auch in größeren Segmenten schon 400/500 Mbit/s möglich würden), dafür gäbe es einen kleineren DOCSIS 3.1 - Block
- die Zahl der DOCSIS 3.0 - Kanäle bleibt so wie heute, dafür wäre ein größerer DOCSIS 3.1 - Block vorhanden
Die Frage ist, was wohl besser wäre...
Also um in meinem Segment 400/500Mbps auf Basis von DOCSIS 3.0 anzubieten müsste man die DOCSIS 3.0 Kanäle schon deutlich erhöhen, auf 48 oder 60. Ich denke da wäre eine Segmentierung eher angesagt - zumal die hier ja denkbar einfach ginge: Im HVT wird schon auf 2 Upstream-Segmente aufgeteilt, da könnte man an gleicher Stelle auch das Downstream-Segment aufteilen, wodurch die Kunden in ca. 60%+40% aufgeteilt wären. Dann noch die DOCSIS 3.0 Kanäle auf 32 aufstocken und einen 192MHz DOCSIS 3.1 Frequenzblock, dann könnte es mit dem ganzen Produktportfolio hinhauen - zumindest im Downstream.

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Re: Neue Ausbauzahlen von Vodafone Kabel - rückläufig...

Beitrag von robert_s » 22.12.2017, 20:47

VBE-Berlin hat geschrieben:
robert_s hat geschrieben: und durch entsprechende Preisgestaltung dafür sorgt, dass sich die Gigabit-Kundenzahl in Grenzen hält
Ich glaube, dass sich die Zahl derer, die diese Leitung auslasten können, in einem überschaubaren Rahmen hält.
Mit welchem Content soll man privat diese Leitung 24 Stunden ausnutzen?
bzw. überhaupt ausnutzen?
Falsche Denkweise. Wann hast Du denn zuletzt die Leistung Deines PC/Laptop/Tablet/Handy 24 Stunden voll ausgenutzt? Oder sämtliche Pixel auf Deinem TV/Monitor/Touchscreen wahrgenommen?

Der Sinn schneller Prozessoren, "ultra"hochauflösender Displays oder eben "Giga"schneller Internetanschlüsse ist ja gerade, dass man bei der Nutzung so gut wie nie mehr an die Grenzen der Technik stößt. Wer noch darüber nachdenken muss, ob er den Download starten kann, oder er oder jemand anderes im Haushalt vielleicht noch was Streamen möchte, oder wer gar einen größeren Download "planen" muss, um den heruntergeladenen Inhalt zu einem bestimmten Zeitpunkt (vielleicht auch beruflich) nutzen zu können, hätte durch einen schnelleren Anschluss einen offensichtlichen Gewinn.

Bei mir stehen immer mal wieder Downloads an, die mit den vollen 200Mbps reinkommen, aber auf die ich auch immer noch "warte". Da ist also durchaus noch Potenzial, mit einem schnelleren Anschluss etwas spürbar zu verbessern.

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Re: Neue Ausbauzahlen von Vodafone Kabel - rückläufig...

Beitrag von DerSarde » 22.12.2017, 20:50

robert_s hat geschrieben:Hm? Ganz einfach: Kunden mit 10-200Mbps Tarifen erhalten weiterhin DOCSIS 3.0 Modems, und nur Kunden mit dem Gigabit-Tarif bekommen ein DOCSIS 3.1 Modem - bzw. bei Eigengeräten werden die eben so provisioniert, dass nur die Gigabit-Kunden den DOCSIS 3.1 Frequenzblock nutzen.
Wäre möglich, es sei denn einige Kunden mit entsprechenden Eigengeräten meinen, sie müssten die Software dann so umbiegen, dass sie trotzdem den DOCSIS 3.1 - Block nutzen. :roll:
DerSarde hat geschrieben:Also um in meinem Segment 400/500Mbps auf Basis von DOCSIS 3.0 anzubieten müsste man die DOCSIS 3.0 Kanäle schon deutlich erhöhen, auf 48 oder 60. Ich denke da wäre eine Segmentierung eher angesagt - zumal die hier ja denkbar einfach ginge: Im HVT wird schon auf 2 Upstream-Segmente aufgeteilt, da könnte man an gleicher Stelle auch das Downstream-Segment aufteilen, wodurch die Kunden in ca. 60%+40% aufgeteilt wären.
Also wenn die Geschwindigkeit am Abend auch mal runtergegangen ist, dann wird eh bald eine Segmentierung notwendig sein, sodass es sich bei dir auch bald von selber erledigen könnte.
Im Übrigen muss für die doppelte Geschwindigkeit nicht stur auch die doppelte Kapazität vorgehalten werden, sondern es reicht wohl auch die 1,5-fache Kapazität. Man muss ja auch die Zeit einberechnen, in der ein Download die Kapazitäten belegt, und die verringert sich ja durch die Nutzung höherer Geschwindigkeiten.
Dann noch die DOCSIS 3.0 Kanäle auf 32 aufstocken und einen 192MHz DOCSIS 3.1 Frequenzblock, dann könnte es mit dem ganzen Produktportfolio hinhauen - zumindest im Downstream.
Ich würde eher von einem kleineren DOCSIS 3.1 - Block ausgehen - vielleicht 128 MHz oder so. Grund ist, dass bei deinen Vorstellungen die Zahl der DVB-C-Kanäle auf 33 begrenzt wäre, soviel werden aber auch jetzt schon genutzt. Wie will man dann die HD-Vielfalt erhöhen? :wink:

Unitymedia wird für seine Gigabit-Produkte übrigens neben den 32 DOCSIS 3.0-Kanälen nur einen maximal 80 MHz (!) breiten DOCSIS 3.1 - Block nutzen, also selbst damit wäre das Gigabit schon möglich...
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Re: Neue Ausbauzahlen von Vodafone Kabel - rückläufig...

Beitrag von robert_s » 22.12.2017, 21:35

DerSarde hat geschrieben:
robert_s hat geschrieben:Hm? Ganz einfach: Kunden mit 10-200Mbps Tarifen erhalten weiterhin DOCSIS 3.0 Modems, und nur Kunden mit dem Gigabit-Tarif bekommen ein DOCSIS 3.1 Modem - bzw. bei Eigengeräten werden die eben so provisioniert, dass nur die Gigabit-Kunden den DOCSIS 3.1 Frequenzblock nutzen.
Wäre möglich, es sei denn einige Kunden mit entsprechenden Eigengeräten meinen, sie müssten die Software dann so umbiegen, dass sie trotzdem den DOCSIS 3.1 - Block nutzen. :roll:
Das dürfte kaum klappen, schliesslich teilt das CMTS ja dem Kabelmodem mit, welche Frequenzen es zu empfangen hat. Selbst wenn das Kabelmodem dann dreist auch andere Frequenzen empfängt, wird es auf denen keine für ihn bestimmten Datenpakete empfangen.

Bestenfalls könnte man versuchen, ein Kabelmodem so zu manipulieren, dass es vorgibt, nur DOCSIS 3.1 empfangen zu können. Aber da kann das CMTS ja auch die Registrierung komplett verweigern.
DerSarde hat geschrieben:Im Übrigen muss für die doppelte Geschwindigkeit nicht stur auch die doppelte Kapazität vorgehalten werden, sondern es reicht wohl auch die 1,5-fache Kapazität. Man muss ja auch die Zeit einberechnen, in der ein Download die Kapazitäten belegt, und die verringert sich ja durch die Nutzung höherer Geschwindigkeiten.
Vor allem würden mit einer 2,5fachung des maximal angebotenen Tarifs ja nicht auch alle Bestandskunden gleich zu einem 2,5mal so schnellen Tarif wechseln, das stimmt schon. Andererseits steigt die Last ja nicht nur durch Wechsler in schnellere Tarife, sondern auch durch steigende Nutzung und natürlich durch Neukunden.
DerSarde hat geschrieben:Ich würde eher von einem kleineren DOCSIS 3.1 - Block ausgehen - vielleicht 128 MHz oder so. Grund ist, dass bei deinen Vorstellungen die Zahl der DVB-C-Kanäle auf 33 begrenzt wäre, soviel werden aber auch jetzt schon genutzt. Wie will man dann die HD-Vielfalt erhöhen? :wink:
Da rechne ich aber etwas anderes aus:
110-862MHz sind 94 8MHz Kanäle: 94 - 24 (1x 192MHz DOCSIS 3.1) - 32 (32x DOCSIS 3.0) = 38. Selbst wenn davon noch 2-3 Kanäle für Pilotsignale wegfallen, sind das doch mehr als 33?

Und was ist eigentlich mit der Erweiterung auf 1006MHz? Das können ja sogar schon alle DOCSIS 3.0 Modems, und viele Hausverstärker auch. Das wären 18 zusätzliche 8MHz Kanäle. Da könnte man ja glatt über einen zweiten DOCSIS 3.1 Block nachdenken...
DerSarde hat geschrieben:Unitymedia wird für seine Gigabit-Produkte übrigens neben den 32 DOCSIS 3.0-Kanälen nur einen maximal 80 MHz (!) breiten DOCSIS 3.1 - Block nutzen, also selbst damit wäre das Gigabit schon möglich...
Aber nur bei Bündelung mit DOCSIS 3.0 Kanälen. Ein 80 MHz DOCSIS 3.1 Block gibt m.W. maximal 864Mbps her, und das auch nur bei optimalen Leitungsbedingungen (4096-QAM, 9/10 FEC = 10,8 Bits/Hz). Oder verwendet man schon die optionalen höheren Modulationen?

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Re: Neue Ausbauzahlen von Vodafone Kabel - rückläufig...

Beitrag von DerSarde » 22.12.2017, 22:50

robert_s hat geschrieben:Da rechne ich aber etwas anderes aus:
110-862MHz sind 94 8MHz Kanäle: 94 - 24 (1x 192MHz DOCSIS 3.1) - 32 (32x DOCSIS 3.0) = 38. Selbst wenn davon noch 2-3 Kanäle für Pilotsignale wegfallen, sind das doch mehr als 33?
Du musst schon alles mitrechnen, was im Netz so vorkommt... Es ist richtig, zwischen 110 und 862 MHz liegen 94 Kanäle mit 8 MHz. Davon abgezogen werden müssen nach deiner Vorstellung:
- 24 x DOCSIS 3.1 (192MHz - Block)
- 32 x DOCSIS 3.0
- 3-4 x VoD
- 2x wohl nicht belegbar (506 / 514 MHz)
(den genauen Grund weiß ich nicht, es ist aber so)
-> Das macht für DVB-C gerade mal noch 32-33 Kanäle, also soviel wie heute. Daher wird das nicht funktionieren.

Übrigens ist im Netz Torgau aktuell noch der Regionalsender Torgau TV digital auf 850 MHz eingespeist. Entweder wird der also im nächsten Jahr noch umbelegt, oder wir müssen den Kanal auch noch abziehen (da die DVB-C- und Downstreambelegung ja bundesweit gleich ist)...
Und was ist eigentlich mit der Erweiterung auf 1006MHz? Das können ja sogar schon alle DOCSIS 3.0 Modems, und viele Hausverstärker auch. Das wären 18 zusätzliche 8MHz Kanäle. Da könnte man ja glatt über einen zweiten DOCSIS 3.1 Block nachdenken...
Irgendeine Hürde wird es aber noch geben, sonst hätte man es ja auch schon längst machen können. Die Nutzung des Bereichs bis 1006 MHz ist ja nicht an die Analogabschaltung und / oder die Einführung von DOCSIS 3.1 gekoppelt.
Aber nur bei Bündelung mit DOCSIS 3.0 Kanälen. Ein 80 MHz DOCSIS 3.1 Block gibt m.W. maximal 864Mbps her, und das auch nur bei optimalen Leitungsbedingungen (4096-QAM, 9/10 FEC = 10,8 Bits/Hz). Oder verwendet man schon die optionalen höheren Modulationen?
Da der Block wenn dann im Bereich zwischen 782 und 862 MHz liegen würde, gehe ich sogar von einer Modulation von nur 1024QAM aus... Ansonsten gebe ich dir recht, bei UM gibt es Gigabit nur mit Bündelung von DOCSIS 3.1 und DOCSIS 3.0.
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Re: Neue Ausbauzahlen von Vodafone Kabel - rückläufig...

Beitrag von robert_s » 23.12.2017, 01:28

DerSarde hat geschrieben:Du musst schon alles mitrechnen, was im Netz so vorkommt... Es ist richtig, zwischen 110 und 862 MHz liegen 94 Kanäle mit 8 MHz. Davon abgezogen werden müssen nach deiner Vorstellung:
- 24 x DOCSIS 3.1 (192MHz - Block)
- 32 x DOCSIS 3.0
- 3-4 x VoD
- 2x wohl nicht belegbar (506 / 514 MHz)
(den genauen Grund weiß ich nicht, es ist aber so)
-> Das macht für DVB-C gerade mal noch 32-33 Kanäle, also soviel wie heute. Daher wird das nicht funktionieren.
Wenn man die VoD-Kanäle umwidmet, schon ;)
DerSarde hat geschrieben:Übrigens ist im Netz Torgau aktuell noch der Regionalsender Torgau TV digital auf 850 MHz eingespeist. Entweder wird der also im nächsten Jahr noch umbelegt, oder wir müssen den Kanal auch noch abziehen (da die DVB-C- und Downstreambelegung ja bundesweit gleich ist)...
Den kann man auch da lassen, und in allen anderen Netzen mit einem DOCSIS 3.0 Kanal belegen. Dann bekommt Torgau eben nur 31 DOCSIS 3.0 Kanäle...

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Re: Neue Ausbauzahlen von Vodafone Kabel - rückläufig...

Beitrag von DerSarde » 23.12.2017, 01:51

robert_s hat geschrieben:Wenn man die VoD-Kanäle umwidmet, schon ;)
Die wird man nicht umwidmen. In den Infos zur digitalen Umbelegung wird nämlich schon darauf hingewiesen, dass man auf den HD-DVR einen Sendersuchlauf starten soll, wenn VoD nicht mehr funktionieren sollte.
Damit werden die VoD-Kanäle wohl umbelegt, aber nicht komplett rausgenommen.
Den kann man auch da lassen, und in allen anderen Netzen mit einem DOCSIS 3.0 Kanal belegen. Dann bekommt Torgau eben nur 31 DOCSIS 3.0 Kanäle...
Ich hab doch geschrieben, dass die Belegung bundesweit gleich ist. Sprich entweder ist ein Kanal netzweit für den Downstream vorgesehen oder nirgends. Daher wird es sowas mit Sicherheit nicht geben, dass ein Netz nur 31 Downstreams bekommt und die anderen 32.
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