Analogabschaltung Ende 2018

In diesem Forum wird über das analoge Fernseh- und Radioprogrammangebot von Vodafone Kabel Deutschland diskutiert.
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Bei Empfangsproblemen lohnt sich u.U. ein Blick in diesen Thread bzw. in den dort verlinkten Helpdesk-Artikel.
reneromann
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Re: Analogabschaltung Ende 2018

Beitragvon reneromann » 10.10.2017, 10:50

robert_s hat geschrieben:
reneromann hat geschrieben:Keine 10+ Euro monatlich für qualitätsverschlechtertes Fernsehen, keine Einschränkungen beim Empfang der Sky-Sender (OK, da kann VF primär nichts für, dass Sky nicht mehr Kapazitäten bucht) und vor allem: Keine zusätzlichen Kosten für PayTV am Zweitgerät (ja, das ist bei der Telekom für alle Geräte im gleichen Haushalt sofort mit freigeschaltet - gleiches gilt für Sky)...

Dir ist aber schon klar, dass Du da nicht anders als ein Verfechter der analogen Ausstrahlung klingst? "Keine zusätzlichen Geräte, keine Neuanschaffungen nötig, mein alter VHS-Rekorder funktioniert noch, keine Probleme mit Smartcards, Modulen, Pairing und vor allem: Keine zusätzlichen Kosten für das 2./3./4./x.-Gerät".

Wie man so sinnentstellt zitieren kann und dabei auch noch den Kontext völlig verdreht, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel.

Bei den Kosten ging es um die Grundgebühren, die bei Entertain für mehr Leistung geringer sind.
Und ich schrieb nicht, dass ich alte Geräte wie VHS oder gar den Analogempfang weiter benutzen will - viel mehr ging es mir um die monatlichen Zusatzkosten für das 2./3./n. Gerät, die bei Entertain ebenfalls nicht anfallen - also keine Zweitkarte wie bei Sky für 9,95/16,95/24,95 mtl, sondern 0,00 Euro für die gleiche Sendervielfalt auf dem 2./3./n. Gerät - und damit muss sich VF dann auch messen lassen, wenn sie auf IPTV umschwenken.
Denn mir ist es Wurst, ob ich den Zwangsreceiver von Vodafone aka GigaTV oder den Zwangsreceiver der Telekom nutze - hinten purzelt am HDMI-Ausgang das gewünschte Bild raus. Wenn nun aber Vodafone ein Vielfaches dessen an Geld für die gleiche oder sogar eine schlechtere Leistung verlangt (höhere Grundgebühren gegenüber der Telekom, höhere Kosten für das 2./3./n. Gerät, weniger Sender, "Plattformstandard"), dann sieht es für Vodafone im Wettbewerb echt düster aus.
Derzeit hat VF noch den Vorteil, dass ihr Angebot ohne Internet nutzbar ist und somit eine Zwangsverkabelung (noch) rechtens ist. Sobald aber VF nur noch IPTV anbietet, dürfts eine solche Zwangsverkabelung schlichtweg rechtlich unzulässig sein, weil sie dann gegen die Vertragsfreiheit des Mieters in Bezug auf die Auswahl des ISP verstößt, während dem keine schutzwürdigen Interessen des Vermieters mehr entgegenstehen - und dann steht VF mit seinem Kabelangebot ziemlich dumm da, wenn die Telekom für weniger Geld eine bessere Leistung abliefert...

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GLS
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Re: Analogabschaltung Ende 2018

Beitragvon GLS » 10.10.2017, 17:31

robert_s hat geschrieben:Für mich sind die nicht einmal Gegenwart :wink: Hältst Du das wirklich für ein Geschäftsmodell mit einer langen Zukunft?

Nein. Aber das musst du Vodafone fragen...

Welcher "freie Broadcast"? Schau Dich mal um, was da so verbreitet wird, das ist doch größtenteils verschlüsseltes Zeug, welches nur für einen Bruchteil der Nutzer bestimmt ist. Und dann womöglich noch solche "+1" Kanäle oder gleich "on demand" - krampfhafte Versuche, nichtlineare Inhalte über einen linearen Verbreitungsweg anbieten zu können. Das ist nicht Kunst, das kann weg.

"Freier Broadcast" meint Empfang mit freier Hardware. Jedes Gerät, wo "DVB-C" draufsteht, kann es empfangen und ich muss nicht dem Provider jedesmal rückmelden, welche(s) Programm(e) er mir schicken soll. Natürlich rede ich von FTA-Programmen, die ja doch hierzulande recht umfangreich sind. Jetzt kommen noch etliche Radiosender hinzu. Pay-TV ist was ganz anderes und du kannst nicht eine mögliche Umstellung auf Pay-IPTV als Argument für die Abschaltung von Broadcast bei FTA-TV hernehmen.
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Re: Analogabschaltung Ende 2018

Beitragvon robert_s » 10.10.2017, 22:21

GLS hat geschrieben:"Freier Broadcast" meint Empfang mit freier Hardware. Jedes Gerät, wo "DVB-C" draufsteht, kann es empfangen und ich muss nicht dem Provider jedesmal rückmelden, welche(s) Programm(e) er mir schicken soll. Natürlich rede ich von FTA-Programmen, die ja doch hierzulande recht umfangreich sind.

Die ÖR sind doch schon fast(?) alle als Live-Stream verfügbar - und gerade bei einer den wenigen "linearen" Anwendungen, nämlich live-Sport, auch noch zunehmend exklusiv als Live-Stream. Also bleibt nicht einmal das für den Broadcast übrig. Die "Rückmeldung" ist der Generation, die mit dem Web aufgewachsen ist, doch egal - hat man beim Aufruf jeder Webseite doch auch.

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Re: Analogabschaltung Ende 2018

Beitragvon Andinelli » 26.10.2017, 13:54

Besser als in den AUX-In-Eingang wäre doch ein Adapter auf Coax-In. (Hinten, von dem man nichts sieht!)
Dann könnte man alle UKW-Empfänger behalten, was in meinem direktem Umfeld alleine vier sind, die Kabel-UKW nutzen.
Ansonsten -Achtung Rückschritt- müssen wir wohl Wurfantennen nutzen.
Am liebsten wäre mir, Kabel-UKW würde beibehalten.

Im Auto beispielsweise habe ich sowohl dab+ als auch UKW. Ich habe bisher keinen Vorteil von dab+ festgestellt. Im Gegenteil, im Tunnel (Britzer Tunnel A100) wird es bei dab stumm, während es bei UKW Empfangsband bleibt. Ein Freund (anderes Fabrikat) empfindet das genauso.
--
Ciao
Andi

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Re: Analogabschaltung Ende 2018

Beitragvon kabelhunter » 26.10.2017, 20:28

Das mit dem DAB+ Ausfall im Tunnel dürfte an der fehlenden Einspeisung in die Drahtantenne im Tunnel liegen . Das lässt sich aber nachholen .
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Re: Analogabschaltung Ende 2018

Beitragvon robert_s » 03.11.2017, 17:19

Warum sollen die TV-Frequenzen nach der Analog- und UKW-Abschaltung eigentlich erst ab 110MHz beginnen? Der Frequenzbereich 85-110MHz läge dann doch brach? Da könnte man doch 3 weitere Multiplexe auf 90, 98 und 106 MHz reinsetzen...

Noch sinnvoller wäre freilich, auf 8 Upstream-Kanäle zu gehen - das unterstützen m.W. schon mehrere Kabelroutermodelle von VFKD, und würde eine Verdoppelung der angebotenen Upstream-Bitraten erlauben - bis hin zu 1Gbps/100Mbps mit DOCSIS 3.1 im Downstream, aber weiterhin DOCSIS 3.0 im Upstream.

Das Problem wird wohl sein, dass die verbauten Verstärker nur 5-85MHz für den Upstream vorsehen. Wobei ich mich frage, was mit dem Bereich 65-85MHz ist, kann man den nicht nutzen?

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Re: Analogabschaltung Ende 2018

Beitragvon DerSarde » 03.11.2017, 19:02

robert_s hat geschrieben:Warum sollen die TV-Frequenzen nach der Analog- und UKW-Abschaltung eigentlich erst ab 110MHz beginnen? Der Frequenzbereich 85-110MHz läge dann doch brach? Da könnte man doch 3 weitere Multiplexe auf 90, 98 und 106 MHz reinsetzen...

Würde glaub ich durchaus funktionieren, es gäbe halt wohl bei sehr vielen Empfangsgeräten Probleme, weil diese drei Frequenzen nicht der Norm entsprechen und daher in der Regel nicht abgesucht werden bei einem Sendersuchlauf (Standardeinstellung ist da in der Regel 110-862 MHz)...

Andererseits, in 470 MHz - Gebieten wird auch die 73 MHz für den 1. Sky-Mux genutzt, es scheint also doch zu funktionieren. Wenn dann dürften es auf 90, 98 und 106 MHz aber keine stark frequentierten Sender sein (Stichwort: UKW-Einstrahlung ins Kabelnetz).

Das Problem wird wohl sein, dass die verbauten Verstärker nur 5-85MHz für den Upstream vorsehen. Wobei ich mich frage, was mit dem Bereich 65-85MHz ist, kann man den nicht nutzen?

Die verbauten Verstärker sehen sogar nur 5-65 MHz für den Upstream und 87-862/1006 MHz für den Downstream vor, und der Bereich 65-85 MHz ist der Diplexer zwischen beiden Bereichen. Der ist nötig, weil es sonst Interferenzen wegen zu großer Nähe von Upstream und Downstream geben würde, daher wird es auch künftig so einen Bereich zwischen 204 und 258 MHz geben.
Sprich auch bei einer Erweiterung des Upstreams auf 85 MHz müssten schon alle Verstärker ausgetauscht werden, weshalb das wohl eher nicht passieren wird.
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Re: Analogabschaltung Ende 2018

Beitragvon reneromann » 03.11.2017, 20:23

DerSarde hat geschrieben:
robert_s hat geschrieben:Warum sollen die TV-Frequenzen nach der Analog- und UKW-Abschaltung eigentlich erst ab 110MHz beginnen? Der Frequenzbereich 85-110MHz läge dann doch brach? Da könnte man doch 3 weitere Multiplexe auf 90, 98 und 106 MHz reinsetzen...

Würde glaub ich durchaus funktionieren, es gäbe halt wohl bei sehr vielen Empfangsgeräten Probleme, weil diese drei Frequenzen nicht der Norm entsprechen und daher in der Regel nicht abgesucht werden bei einem Sendersuchlauf (Standardeinstellung ist da in der Regel 110-862 MHz)...

Andererseits, in 470 MHz - Gebieten wird auch die 73 MHz für den 1. Sky-Mux genutzt, es scheint also doch zu funktionieren. Wenn dann dürften es auf 90, 98 und 106 MHz aber keine stark frequentierten Sender sein (Stichwort: UKW-Einstrahlung ins Kabelnetz).


Afair ist zumindest die 106 MHz noch als offizieller TV-Kanal gedacht gewesen, bis man den UKW-Bereich auf 108 MHz ausgedehnt hat...
Und was die Sender im Bereich 45..85 MHz anbetrifft: Dieses Band war/ist noch immer für den TV-Empfang reserviert, nur gibt's das Problem mit dem Internet-Upstream...

Das Problem wird wohl sein, dass die verbauten Verstärker nur 5-85MHz für den Upstream vorsehen. Wobei ich mich frage, was mit dem Bereich 65-85MHz ist, kann man den nicht nutzen?

Die verbauten Verstärker sehen sogar nur 5-65 MHz für den Upstream und 87-862/1006 MHz für den Downstream vor, und der Bereich 65-85 MHz ist der Diplexer zwischen beiden Bereichen. Der ist nötig, weil es sonst Interferenzen wegen zu großer Nähe von Upstream und Downstream geben würde, daher wird es auch künftig so einen Bereich zwischen 204 und 258 MHz geben.
Sprich auch bei einer Erweiterung des Upstreams auf 85 MHz müssten schon alle Verstärker ausgetauscht werden, weshalb das wohl eher nicht passieren wird.

Und alleine deshalb wäre eigentlich das Freilassen des Bereiches 85..258 MHz viel sinnvoller - dann muss man nicht 2x unbelegten, wenn man auf den erweiterten Upload gehen will...

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Re: Analogabschaltung Ende 2018

Beitragvon DerSarde » 03.11.2017, 20:42

reneromann hat geschrieben:Afair ist zumindest die 106 MHz noch als offizieller TV-Kanal gedacht gewesen, bis man den UKW-Bereich auf 108 MHz ausgedehnt hat...
Und was die Sender im Bereich 45..85 MHz anbetrifft: Dieses Band war/ist noch immer für den TV-Empfang reserviert, nur gibt's das Problem mit dem Internet-Upstream...

Das stimmt, die 106 MHz wäre der Sonderkanal 1 (S01). Dennoch ist er in der Standardeinstellung der TV-Geräte nicht vorhanden, wenn erst ab 110 MHz angefangen wird zu suchen.
Was den Bereich 45-85 MHz angeht: Der Bereich 47-68 MHz wurde und wird noch für analoges TV genutzt (E02-E04), der Bereich 69-85 MHz steht aber bis heute in keiner Norm, die 73 MHz bei Vodafone sind vielmehr eine Eigenlösung, um den Mux auch in 470 MHz - Gebieten anbieten zu können.

Und alleine deshalb wäre eigentlich das Freilassen des Bereiches 85..258 MHz viel sinnvoller - dann muss man nicht 2x unbelegten, wenn man auf den erweiterten Upload gehen will...

Wobei wir dann wieder beim Problem nach oben hin wären, ich glaube nämlich nicht, dass Vodafone bis März 2020 ihr ganzes Netz auf 1,2 GHz ausgebaut hat. Wenn der Bereich bis 258 MHz frei wäre, bräuchte es nämlich genau das, um auch genügend Downstreams anbieten zu können.

Außerdem: In diesem Fall ergäben sich wieder Zwangspunkte wegen den 470 MHz-Gebieten, also dass bestimmte TV-Sender unter 470 MHz eingespeist werden müssen. Mit der Analogabschaltung könnte man aber genau das abschaffen, indem man alle TV-Programme für alle Haushalte verfügbar macht (also auf <470 MHz einspeist), während der Bereich >470 MHz nur von DOCSIS genutzt wird. Bei einem späteren Ausbau der 470 MHz-Gebiete wird dann quasi nur noch Internet verfügbar.
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Re: Analogabschaltung Ende 2018

Beitragvon kabelhunter » 03.11.2017, 20:52

Also die digitalen Receiver/TV die ich kenne lassen sich lückenlos von 47-862 MHz abstimmen .
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