Keine Erdung vorhanden, kein Kabel Internet?

Für alle Technik-Themen bezogen auf Internet und Telefonie, die weder AVM- noch Hitron-/Compal-/Technicolor-/Sagemcom-/Arris-Produkte betreffen. Speedprobleme werden hier lediglich thematisiert, wenn sie auf die verwendeten Geräte zurückzuführen sind (die nicht zu den o.g. Produkten zählen).
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Re: Keine Erdung vorhanden, kein Kabel Internet?

Beitrag von NoNewbie » 30.12.2018, 22:17

@Flole
Du irrst gewaltig. Wenn des defekt Gerät innerhalb des Gebäudes ist, dann nutzt dir die Einbindung des Hüp gar nichts...im Gegenteil, da habe ich schon NE4 abqualmen sehen.
Da rufst du nur noch einen Elektriker, wenn Antennenkabel schmelzen.

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Re: Keine Erdung vorhanden, kein Kabel Internet?

Beitrag von Besserwisser » 30.12.2018, 22:21

Genau deshalb dürfen die Ausgleichsströme nicht über die Koaxkabel fließen.

:fahne:

Flole
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Re: Keine Erdung vorhanden, kein Kabel Internet?

Beitrag von Flole » 30.12.2018, 22:21

Wenn ein defekt Auftritt kann dir alles abbrennen, da kannst du noch so viel Erden..... (Wobei die Erdung es sogar verschlimmern kann)

Welche Norm schreibt ihn denn für ankommende und abgehende Leitungen vor (was ist überhaupt ankommend und abgehend), es gibt eine die es für alle Leitungen die ins Gebäude geführt werden vorschreiben, und das ist dann am HÜP.

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Re: Keine Erdung vorhanden, kein Kabel Internet?

Beitrag von NoNewbie » 30.12.2018, 22:27

Wenn du nicht weist, was mit ankommenden und abgehenden Kabel gemeint ist, dann Laber hier nicht rum.

Nur mal für dich, da ist das Eingang und Ausgang vom Verstärker gemeint, da dieser ja am Strom angeschlossen ist, und im Fehlerfall eben nicht die 230V vom Verstäker über das Koaxkabel woanders hin abfließen.

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Re: Keine Erdung vorhanden, kein Kabel Internet?

Beitrag von Besserwisser » 30.12.2018, 22:29

Ausgleichsströme fließen nicht nur außen zwischen Häusern, sondern auch innen zwischen den einzelnen Verbrauchern.
Da willst du nicht dazwischen kommen.

:fahne:

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Re: Keine Erdung vorhanden, kein Kabel Internet?

Beitrag von Flole » 30.12.2018, 22:32

Der Verstärker hat ein Trafo mit Schutzisolierung drin, im Fehlerfall fließt da gar nichts ab.

Und wenn du so schlau bist dann zeige mir doch, welche VDE Norm die Erdung von Ein- und Ausgängen des Verstärkers fordert, ansonsten "laber hier nicht rum"

Wo sollen denn die Ausgleichsströme zwischen den Verbrauchern herkommen? Dann muss ich meine Hifi Anlage auch erden, mitsamt CD Player etc.? Und das HDMI Kabel auch (der Fernseher hat einen Eurostecker, da ist also nichts geerdet). Im Fehlerfall ist das ganze definitiv egal, da hast du dann ein ganz anderes Problem

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Re: Keine Erdung vorhanden, kein Kabel Internet?

Beitrag von Besserwisser » 30.12.2018, 22:43

Bei einfachen Installationen (Baumnetz) reicht PA am Ein- und Ausgang des HAVs und am HÜP.
Bei Sternnetzen muß der komplette Bereich, in dem Umschaltungen und Messungen vorgenommen werden,
PA-gleich sein. Also vom HÜP bis dort, wo die WE-Kabel abgehen.

Ausgleichsströme entstehen z.Bsp. in Schaltnetzteilen durch Kondensatoren zwischen Primär- und Sekundärseite.
Zwischen solchen Geräten herrschen oft große Spannungspotenziale.
Mit einem Phasenprüfer kann man das an den Koaxanschlüssen nachweisen.

:fahne:

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Re: Keine Erdung vorhanden, kein Kabel Internet?

Beitrag von reneromann » 30.12.2018, 23:02

Besserwisser hat geschrieben:
30.12.2018, 22:43
Ausgleichsströme entstehen z.Bsp. in Schaltnetzteilen durch Kondensatoren zwischen Primär- und Sekundärseite.
Dann ist aber das Netzteil nicht vernünftig aufgebaut.
Zwischen Primär- und Sekundärseite hat bei den verwendeten Netzteilen generell eine galvanische Trennung vorzuliegen.
Ergo dürfen da keine Kondensatoren zwischen Primär- und Sekundärseite existieren - andernfalls liegt nämlich keine galvanische Trennung vor.
Da aber die verschiedenen Sekundärseiten somit "fließend" in ihrer Bezugsspannung sind, kann es durchaus zu sehr hohen angezeigten Spannungen zwischen den Geräten kommen, die jedoch keinerlei Gefahr darstellen (quasi wie bei einer Türklinke, wenn man sich durch das Laufen auf dem Teppich statisch auflädt).
Zwischen solchen Geräten herrschen oft große Spannungspotenziale.
Ja, wenn man die Spannungen zwischen zwei verschiedenen Schaltnetzteilen misst, kann die Spannungsdifferenz beachtlich sein.
Sie bricht aber sofort ein, sobald eine (halbwegs) niederohmige Verbindung geschaffen wird, weil die Netzteile keinen Strom zwischen den verschiedenen Sekundärseiten treiben können.
Mit einem Phasenprüfer kann man das an den Koaxanschlüssen nachweisen.
Du meinst einen Lügenstift? Phasenprüfer sind bestenfalls als grober Indikator nutzbar, ob eine Spannung anliegt - aber eine "vernünftige" Spannungsfreiheitsprüfung erfordert eine vernünftige Messung mittels Spannungsmessgerät (Durspol oder Multimeter). Denn ein Phasenprüfer zeigt dir tw. eine gefährliche Spannung an, obwohl es sich dabei z.T. nur um induktiv eingekoppelte Spannungen von parallel laufenden Leitungen handelt - und da kann der Phasenprüfer schon mal "An" anzeigen, während die Messung mit einem Multimeter keine oder keine nennenswerte Spannung meldet (<< 20 V).

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Re: Keine Erdung vorhanden, kein Kabel Internet?

Beitrag von Flole » 30.12.2018, 23:05

Die Ausgleichsströme durch Schaltnetzteile sind in einem Bereich wo sie komplett zu vernachlässigen sind. Wo genau kommt denn diese Forderung her? VDE? VF Arbeitsanweisung?

Früher hatten wir ja auch mal ne Erdungspflicht für Dusch/Badewannen, bis dann erkannt wurde das dadurch ja ganz andere Gefahren entstehen. Und so wie du es beschreibst dürfte die Buchse am Kabelmodem ja niemals berührbar sein, das wäre ja viel zu gefährlich.

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Re: Keine Erdung vorhanden, kein Kabel Internet?

Beitrag von Besserwisser » 30.12.2018, 23:30

Das sind die Drecksdinger, die überall in den Netzteilen zwischen Primär- und Sekundärseite verbaut sind.

https://de.wikipedia.org/wiki/Entst%C3%B6rkondensator siehe bei Abschnitt "Y-Kondensator"

Galvanische Trennung ist auch nur ein "Kondensator" in der Leitung,
sperrt Gleichspannung, hat aber für Wechselspannung je nach Kapazität und Frequenz
einen mehr oder weniger großen Widerstand.

Also doch nicht so super getrennt.

:roll:

Ein Phasenprüfer zündet bei ca. 100 Volt.
Die Höhe von zulässigen Berührungsspannungen ist bekannt?
Auch, wenn dabei nur wenig Strom fließt, zuckt das schon bei direkter Berührung.

Ich habe über viele Jahre in Schränken von KD Kabelanschlüsse zu- und abgeschaltet,
als noch keine Erdungswinkel für die WE-Leitungen vorgeschrieben waren.
Das hat manchmal empfindlich gezwiebelt.
Zuletzt geändert von Besserwisser am 30.12.2018, 23:34, insgesamt 1-mal geändert.