Darf Vodafone ehemalige Providerhardware ablehnen?

Für alle Technik-Themen bezogen auf Internet und Telefonie, die weder AVM- noch Hitron-/Compal-/Technicolor-/Sagemcom-/Arris-Produkte betreffen. Speedprobleme werden hier lediglich thematisiert, wenn sie auf die verwendeten Geräte zurückzuführen sind (die nicht zu den o.g. Produkten zählen).
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Flole
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Re: Darf Vodafone ehemalige Providerhardware ablehnen?

Beitrag von Flole » 21.12.2018, 19:52

Du hast aber kein Nutzungsrecht für die andere Software, sondern nur für die, die ausgeliefert wurde. Das Update auf diese Version wurde der Box ja auch nie offiziell angeboten.

Und somit schließt sich der Kreis und die Ablehnung kann dadurch begründet werden das du die Software nicht nutzen darfst. Wieso das ganze nun abgelehnt wird dürfte dem Provider so ziemlich egal sein, die werden jedenfalls alles tun um sie ablehnen zu lassen.

reneromann
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Re: Darf Vodafone ehemalige Providerhardware ablehnen?

Beitrag von reneromann » 21.12.2018, 20:12

Flole hat geschrieben:
21.12.2018, 19:52
Du hast aber kein Nutzungsrecht für die andere Software, sondern nur für die, die ausgeliefert wurde. Das Update auf diese Version wurde der Box ja auch nie offiziell angeboten.

Um es mal etwas zu konkretisieren:
Für eine UM-gebrandete Box gibt es lediglich das Nutzungsrecht für die UM-Version der Firmware. Ein Nutzungsrecht für die ungebrandete Version hingegen umfasst diese Box nicht.
Wenn also jemand (ohne Rücksprache/OK von AVM) die Box entbrandet und ggfs. freie Firmware auf die Box packt, dann geschieht dies schon ohne entsprechendes Nutzungsrecht - und hier könnte AVM gegenüber dem Verkäufer entsprechende Forderungen aufmachen.

Wenn du das Privat machst, ist und bleibt das in der Regel dein Bier und die Hersteller juckt das nicht...
Blöd halt nur, wenn ausschließlich mit der geknackten Firmware eine Nutzung möglich ist - dann verliert man nämlich auch die rechtlichen Ansprüche...

Flole
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Re: Darf Vodafone ehemalige Providerhardware ablehnen?

Beitrag von Flole » 21.12.2018, 20:14

Ganz genau, danke für diese konkrete Beschreibung, so ist es auch laienverständlich.

Breymja
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Re: Darf Vodafone ehemalige Providerhardware ablehnen?

Beitrag von Breymja » 21.12.2018, 21:52

Flole hat geschrieben:
21.12.2018, 19:52
Du hast aber kein Nutzungsrecht für die andere Software, sondern nur für die, die ausgeliefert wurde. Das Update auf diese Version wurde der Box ja auch nie offiziell angeboten.

Und somit schließt sich der Kreis und die Ablehnung kann dadurch begründet werden das du die Software nicht nutzen darfst. Wieso das ganze nun abgelehnt wird dürfte dem Provider so ziemlich egal sein, die werden jedenfalls alles tun um sie ablehnen zu lassen.
Und wer sagt das? Stimme ich nicht zu. Hab AVM eine E-Mail gesendet, ob ich auf meiner Box die OS-Version einsetzen darf. Melde mich zurück, wenn die Antwort da ist.

Und nochmal: Der Verkäufer hat die Boxen bereits in diesem Zustand gekauft, die wurden nicht von ihm gedebrandet oder mit neuem OS versehen. Die sind ab Werk so, denn meine war OVP.

Flole
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Re: Darf Vodafone ehemalige Providerhardware ablehnen?

Beitrag von Flole » 21.12.2018, 21:56

Wer sagt dir das du die Software nutzen darfst? Wer oder was gibt dir das Recht, das geistige Eigentum von AVM zu nutzen? Darf ich also nun eine Fritzbox nachbauen und da die AVM Software draufspielen weil ich eine Fritzbox mal gekauft hab? Etwas anderes ist das ja nicht.

Ein weiteres Beispiel: In allen Tesla's ist die Autopilot Software drin, darf ich nun mich einloggen und den activateautopilot Befehl ausführen? Die Antwort ist nein, weil ich kein Nutzungsrecht an der Software erworben habe.

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Re: Darf Vodafone ehemalige Providerhardware ablehnen?

Beitrag von Meister Voda » 21.12.2018, 22:08

Breymja hat geschrieben:
20.12.2018, 16:52
Ich fände es jedenfalls gut, wenn du auch gleich mal direkt diese Unitymediaboxen, die wohl aus Insolvenzmasse aufgekauft wurden ansprichst und fragst, ob Unitymedia diese aktivieren muss - denn die sind definitiv in derem Netz geeignet und entsprechen deren Anforderungen. Gehe einfach mal davon aus, dass die tatsächlich unser Eigentum sind. Mich würde die Begründung brennend interessieren, warum die gesperrt bleiben dürfen.
Die Frage, die sich mir hier bei mir stellt: Wie können Geräte, die Eigentum eines Providers sind, zur Insolvenzmasse eines Dritten werden? Nur weil sie dort im Regal liegen bestimmt nicht… Ich mag es auch bezweifeln, dass der Dritte diese von dem Provider erworben hat.
Beste Grüße,
  • Meister Voda (aka Mr. T aka Mr. Taurus)

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Re: Darf Vodafone ehemalige Providerhardware ablehnen?

Beitrag von Flole » 21.12.2018, 22:18

Indem UM es verpennt Ansprüche geltend zu machen (oder es einfach "vergisst") kann das passieren weil dann niemand davon weiß und wenn die dann versteigert werden kann da eine große Menge von erworben werden. Das war ja auch nur mal eine Vermutung wo solche Mengen herkommen können. Oder UM hat tatsächlich ne Ladung alter Boxen verkauft (irgendwo müssen die alten Geräte ja auch hin, ich frage mich auch immer was mit den alten CMTSs passiert wenn sie ausgemustert werden).

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Re: Darf Vodafone ehemalige Providerhardware ablehnen?

Beitrag von reneromann » 22.12.2018, 00:07

Gegen das "eine Ladung alter Boxen verkauft" spricht aber, dass der TE meinte, dass seine Box im Mai '18 produziert wurde.
Wie aber bei einer Box von Mai '18 bereits die erst danach erschienene v7.0 gekommen sein soll, kann wohl auch der TE nicht erklären - wenn nicht durch "nachträglichem" Update.

Denn bei einer Box von Mai '18 kann allerhöchstens eine Firmware von Mai '18 installiert sein - eine Firmware, die erst im September '18 herausgegeben wurde, muss definitiv NACHTRÄGLICH aufgespielt worden sein - was auch dafür spräche, dass die Boxen ggfs. dabei debrandet wurden. Original war die 7.0 auf jeden Fall DEFINITIV NICHT auf den Boxen installiert (weil im Mai '18 noch gar kein FritzOS 7.0 für die 6490 herausgegeben war).

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Re: Darf Vodafone ehemalige Providerhardware ablehnen?

Beitrag von reneromann » 22.12.2018, 00:11

Meister Voda hat geschrieben:
21.12.2018, 22:08
Breymja hat geschrieben:
20.12.2018, 16:52
Ich fände es jedenfalls gut, wenn du auch gleich mal direkt diese Unitymediaboxen, die wohl aus Insolvenzmasse aufgekauft wurden ansprichst und fragst, ob Unitymedia diese aktivieren muss - denn die sind definitiv in derem Netz geeignet und entsprechen deren Anforderungen. Gehe einfach mal davon aus, dass die tatsächlich unser Eigentum sind. Mich würde die Begründung brennend interessieren, warum die gesperrt bleiben dürfen.
Die Frage, die sich mir hier bei mir stellt: Wie können Geräte, die Eigentum eines Providers sind, zur Insolvenzmasse eines Dritten werden? Nur weil sie dort im Regal liegen bestimmt nicht… Ich mag es auch bezweifeln, dass der Dritte diese von dem Provider erworben hat.
Es muss noch nicht mal die Insolvenzmasse sein...
Einfaches Beispiel: Transporteur hat während des Transports einen Unfall - der Versender wird kaum auf der Rückgabe der (beschädigten oder gar vernichteten) Ware bestehen, sondern stattdessen Schadenersatz vom Transporteur in voller Höhe fordern (und gleichzeitig die ordnungsgemäße Entsorgung der Ware verlangen). Ob der Transporteur die so in seinen Besitz (oder besser gesagt in den Besitz der Versicherung) gelangte Ware dann auch wirklich vernichtet -oder- sie dann weiterverkauft, kann der ursprüngliche Versender nicht mehr bestimmen/nachvollziehen.

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Re: Darf Vodafone ehemalige Providerhardware ablehnen?

Beitrag von Breymja » 22.12.2018, 00:21

Ein weiteres Beispiel: In allen Tesla's ist die Autopilot Software drin, darf ich nun mich einloggen und den activateautopilot Befehl ausführen? Die Antwort ist nein, weil ich kein Nutzungsrecht an der Software erworben habe.
Stimmt schon, dir würde allerdings auch rein gar nichts passieren, wenn du es trotzdem tust (Außer, dass der Autopilot vielleicht nicht korrekt funktioniert und du im nächsten Graben landest).
Die Lizenzbedingungen hier in DE zu vollstrecken wird extrem schwer - die meisten EULAs und Lizenzbedingungen sind schon von Beginn an aus diversen Gründen nichtig und sei es nur, dass sie dir vorher nicht bekannt waren.
Wer sagt dir das du die Software nutzen darfst? Wer oder was gibt dir das Recht, das geistige Eigentum von AVM zu nutzen? Darf ich also nun eine Fritzbox nachbauen und da die AVM Software draufspielen weil ich eine Fritzbox mal gekauft hab? Etwas anderes ist das ja nicht.
Äpfel und Birnen - das eine ist AVMs Originalhardware, das andere nicht.
Gegen das "eine Ladung alter Boxen verkauft" spricht aber, dass der TE meinte, dass seine Box im Mai '18 produziert wurde.
Ich habe das nicht geschrieben, das war ein anderer Poster, der zwischendrin mal was gepostet hat. Ich habe nicht mal ne Ahnung wie ich herausfinden kann, von wann die Box ist. Wie geht das?
Nächste Frage: Wie genau hat der Verkäufer zehntausende Boxen einzeln und fast allein gedebrandet und geupdated zwischen September und jetzt? :shock:

Eines zeigt das hier aber ganz deutlich auf: Aufgrund der vielfachen Verstrickungen scheint niemand hier in der Lage zu sein, festzustellen ob das nun das Eigentum des Händlers und danach Käufers ist oder nicht. Und das ist eine perfekte Argumentation für einen Kauf in Treu und Glauben womit das Eigentum dennoch übergeht. Kein Käufer muss wissen, wer was von wem wie unter Umständen gekauft haben könnte, lol. Und wenn sich das dann auch noch über mehrere Zwischenhändler erstreckt - no way.