Fragen zur Hausverkabelung

Für alle Technik-Themen bezogen auf Internet und Telefonie, die weder AVM- noch Hitron-/Compal-/Technicolor-/Sagemcom-/Arris-Produkte betreffen. Speedprobleme werden hier lediglich thematisiert, wenn sie auf die verwendeten Geräte zurückzuführen sind (die nicht zu den o.g. Produkten zählen).
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r3xxor
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Fragen zur Hausverkabelung

Beitrag von r3xxor » 21.01.2019, 13:57

Moin,

ich bin komplett neu in der „Kabelwelt“, deswegen verzeiht mir meine Noobfehler :)

Ausgangssituation:
Maximale DSL-Speed momentan 16k.
Maximale Kabel-Speed via Vodafone 500.

Zzt. Benutze ich DSL, will auf aus Geschwindigkeitsgründen umstellen.

Ich wohne im 1. OG unseres Hauses. Der Kabelanschluss ist im Keller. Dieser wurde aber noch nie genutzt und ist verplombt. Es geht von dem Hausanschluss kein weiteres Kabel ab.
Ich habe mir jetzt zwei Optionen überlegt.

1) Vodafone Anschluss herstellen lassen. Kabel versuchen von Keller durch das EG in unser 1OG zu bekommen. Dort dann einen Router anschließen (vorzugsweise FritzBox).
2) Vodafone Anschluss herstellen lassen. Router in Keller setzen und via Powerline über das Stromnetz Internet in das 1OG zu bekommen.

Es geht mir hierbei rein um den Internetanschluss. Kabel-TV oder ähnliches wird nicht benötigt.

Fragen zu Variante 1: Welches Kabel brauch ich? Ist das ein „stinknormales“ Antennenkabel bzw. Koaxialkabel? Gibt es hier Unterschiede?
Irgendwelche Bedenken bei der Aktion?

Fragen zu Variante 2: Wäre die Notlösung, falls ich kein Kabel gelegt bekomme. Sieht hier irgendwer Einwände? Außer dass evtl. durch die Leitung etwas Speed verloren geht?

Ich hoffe ich habe keine relevanten Infos vergessen. :)

Vielen Dank vorab!
Grüße

Lutze
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Re: Fragen zur Hausverkabelung

Beitrag von Lutze » 21.01.2019, 16:52

Variante 2 ist wirklich nur eine Notlösung.

Ist das ein Mehrfamilienhaus? Kein Eigentum vermute ich.
Meine Post stellen ausschließlich meine eigene ganz persönliche Meinung dar. Ich bin weder Kabel-TV noch IP-Spezialist. Auch bin ich kein Rechtsexperte. Ich bin noch nicht mal versierter Laie auf den genannten Gebieten. Es soll aber 2-3 Experten hier im Forum geben die jede Frage engültig und eindeutig klären können.

reneromann
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Re: Fragen zur Hausverkabelung

Beitrag von reneromann » 21.01.2019, 18:47

In einem MFH ist die Installation im Keller nicht erlaubt.
Und ja, bei Powerline kann deutlich an Geschwindigkeit verloren gehen...

r3xxor
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Re: Fragen zur Hausverkabelung

Beitrag von r3xxor » 21.01.2019, 18:52

Mehfamilienhaus, zwei getrennte Wohnungen. Bzgl Eigentum, gehört meinem Vater.
Was genau ist die Definition von "Installation" ?
weil dort liegt ja der verplombte Anschluss. Sprich ich müsste auf jedenfall ein Kabel hoch ziehen?

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Menne
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Re: Fragen zur Hausverkabelung

Beitrag von Menne » 21.01.2019, 19:45

in Haus muss ein Potentialausgleich vorhanden sein!

https://de.wikipedia.org/wiki/Potentialausgleich

https://de.wikipedia.org/wiki/Erdungswiderstand


ohne das installiert VF nix, und wenn er nicht vorhanden ist muss er auf eigene Kosten erstellt werden!

Auch eine Steckdose in der nähes des Hüps muss vorhanden sein, VF installiert bis zur 1. Dose im Haus kostenlos!
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Abraxxas
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Re: Fragen zur Hausverkabelung

Beitrag von Abraxxas » 21.01.2019, 19:59

Menne hat geschrieben:
21.01.2019, 19:45
in Haus muss ein Potentialausgleich vorhanden sein!
Ich muss mich schon wundern. Wieso kommt diese Info erst in der 4. Antwort?
Normalerweise ist das die erste Antwort, egal was der TE machen will.

Mit Papa als Eigentümer sollte sich ein Weg finden das Koaxkabel nach oben zu bringen.

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NE3_Technician
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Re: Fragen zur Hausverkabelung

Beitrag von NE3_Technician » 22.01.2019, 07:43

Menne hat geschrieben:
21.01.2019, 19:45
[...] und wenn er nicht vorhanden ist muss er auf eigene Kosten erstellt werden!
Das stimmt ja so mal garnicht ! Für was gibt es entsprechende Abrechnungspositionen ? (MAWPE?)

VDF installiert bis 10m Kabel ... das richtet sich aber auch bisschen nach Aufwand. Wenn man jetzt 4 Stunden braucht um das irgendwo langzulegen, wird das kein Techniker machen.
Wenn man schon Löcher und Wege hat und das fix einziehen kann, dann ist das kein Problem!

Wenn das MFH nur 2 Wohneinheiten hat, ist es für VDF wie ein EFH! Erst ab 3 wird es zum MFH.

r3xxor
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Re: Fragen zur Hausverkabelung

Beitrag von r3xxor » 22.01.2019, 08:46

Okay, danke für die Antworten. Ob es machbar is und wie kläre ich dann mit dem Techniker.

Nur das Kabel in das 1OG legen würde ich gerne selbst, da dies n größerer Aufwand ist etc. Welches kabel bräuchte ich da?


https://www.amazon.de/HB-DIGITAL-geschi ... el+digital

sprich damit müsste es gehen?
kann mir wer fix sagen ob es unterschiede gibt und wie sich diese bemerkbar machen?

okatomy
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Re: Fragen zur Hausverkabelung

Beitrag von okatomy » 22.01.2019, 10:32

Nimm ein Marken Kabel nach KDG Standard spezifiziert mit A+ schirmklasse. Z.b. kathrein LCD111.

Das verlinkte Kabel ist Schrott (ccs) kupferlegierter stahldraht.

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Menne
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Re: Fragen zur Hausverkabelung

Beitrag von Menne » 22.01.2019, 17:27

die Techniker wird nicht den Garten aufbuddeln und ein Bandeisen verlegen und auch keinen Potentialausgleich im Haus erstellen, er klemmt sich drauf wenn er vorhanden ist, aber erstellen kann und darf er es gar nicht, ausser er hat die Ausbildung dazu!
Der Glubb is a Depp!