Alter Anschluss draussen vorhanden

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NE3_Technician
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Re: Alter Anschluss draussen vorhanden

Beitrag von NE3_Technician » 05.05.2019, 14:32

reneromann hat geschrieben:
05.05.2019, 09:46
NE3_Technician hat geschrieben:
05.05.2019, 07:59
VDF usw. sagen 4 qmm !
Der VDE meint dazu, dass Verbindungen zum Poti-Ausgleich eigentlich immer mind. 6 mm² Cu haben müssen, es jedoch in Ausnahmefällen auch runter auf 4 mm² Cu gehen darf.
Gerade bei längeren Strecken zwischen Poti-Schiene und Installationspunkt würde ich daher eher zu 6 mm² Cu als zu 4 mm² Cu greifen. Nur unter 4 mm² Cu darf es nicht sein.
Und auch wichtig: Bei anderen Leitermaterialien als Kupfer gelten die vorgenannten Querschnitte nicht mehr!
4qmm starrer Draht züm Hüp.
Es ist nicht vorgeschrieben, ob die Verbindung starr, fein- oder feinstdrähtig sein darf - wichtig sind die (allermindestens) 4mm² Cu -und- eine grün-gelbe Kennzeichnung sowie die alleinige Nutzung des Kabels ausschließlich für Poti-Ausgleichszwecke - es darf nirgendwo für andere Zwecke als für den Poti-Ausgleich verwendet werden.
Dann hau doch auch gleich Mal raus welche VDE das genau ist !

Laut Rahmenverträgen erstellt der Techniker auch die Schiene und sogar einen Erdspies. Wenn es es nicht kann, muss er einen Elektriker beauftragen.
Gibt entsprechende Abrechnungspositionen.

Es ist grundlegend nicht unbedingt nötig einen extra Erdungsdraht zum Hüp zu ziehen, man kann das ganze auch mit galvanischen Trennglied lösen.
Allerdings sollte man schon starren Draht nehmen, weil der sich am besten in den Hüp einklemmen lässt.

Immer an der Schiene direkt geerdet muss der Verstärker und Erdungsböcke etc. sein.

Das ankommende Koaxkabel wird keinen verlängern, weil es ein ungeplante Eingriff ins Netz ist.
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Re: Alter Anschluss draussen vorhanden

Beitrag von benno69 » 05.05.2019, 14:54

Sie können es ja planen.
So ein kabel kann zb ja auch bei erdarbeiten beschädigt werden, dann müsste man es doch auch reparieren oder ansetzen.

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Re: Alter Anschluss draussen vorhanden

Beitrag von Besserwisser » 05.05.2019, 14:58

In der Regel wird immer auf der Seite verlängert,
wo es sich geschmeidiger verlegen läßt.
Also auf der Seite mit dem dünneren Koaxkabel.

:fahne:
Zuletzt geändert von Besserwisser am 05.05.2019, 15:00, insgesamt 1-mal geändert.

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NE3_Technician
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Re: Alter Anschluss draussen vorhanden

Beitrag von NE3_Technician » 05.05.2019, 14:59

benno69 hat geschrieben:
05.05.2019, 14:54
Sie können es ja planen.
So ein kabel kann zb ja auch bei erdarbeiten beschädigt werden, dann müsste man es doch auch reparieren oder ansetzen.
es ist aber nicht beschaedigt durch arbeiten sondern durch euch! das heisst in der Baugrube zahlt es die Versicherung des Bauunternehmers und bei euch du selbst .

Versuch das Kabel aus der Wand zu kriegen. Wenn es nur abgeschnitten ist, kann es ja eigentlich nur im Loch liegen.
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Re: Alter Anschluss draussen vorhanden

Beitrag von reneromann » 05.05.2019, 15:01

NE3_Technician hat geschrieben:
05.05.2019, 14:32
Dann hau doch auch gleich Mal raus welche VDE das genau ist !
DIN VDE 0100-540
Wobei es halt eine Ausnahmeregelung für Antennennetze gibt, die eine Abweichung der "normalerweise" mindestens geforderten 6 mm² Cu auf (ausnahmsweise) 4 mm² Cu erlaubt.
Trotzdem stehen erst einmal die 6 mm² Cu in o.g. Richtlinie und sind damit im Zweifel auch einzuhalten.
Laut Rahmenverträgen erstellt der Techniker auch die Schiene und sogar einen Erdspies. Wenn es es nicht kann, muss er einen Elektriker beauftragen.
Gibt entsprechende Abrechnungspositionen.
Bitte hör endlich mit den Abrechnungspositionen auf - diese sind für die fachliche Seite vollkommen irrelevant.
Es hängt hier primär von der fachlichen Eignung ab, ob der Techniker einen PA installieren darf oder nicht.

Tipp: An die E-Anlage darf nur Personal mit entsprechender Ausbildung - wenn der Kabeltechniker also keine Ausbildung als Elektriker hat, hat er am Sicherungskasten nichts dran rum zu fummeln -und- kann deshalb auch keinen ordnungsgemäßen PA herstellen. Und ein Erdspies und eine PA-Schiene reichen oft nicht als korrekt ausgeführter PA aus - da in den PA alle elektrischen Anlagen sowie alle anderen leitfähigen Anlagen (Heizung, Gas, Wasser) mit einbezogen werden müssen. Und ohne Messprotokoll, dass der PA ordnungsgemäß hergestellt wurde, steht der Kabeltechniker auch im Zweifelsfall privat für jegliche Schäden ein.
Immer an der Schiene direkt geerdet muss der Verstärker und Erdungsböcke etc. sein.
Richtig...
Zuletzt geändert von reneromann am 05.05.2019, 15:08, insgesamt 1-mal geändert.

benno69
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Re: Alter Anschluss draussen vorhanden

Beitrag von benno69 » 05.05.2019, 15:04

Ja evt könnte ich es raus bekommen.
Der hüb müsste dann aber ja draussen bleiben..
Dachte ja wenn das kabel verlängert würde, könnte es auf dem Dachboden oder eben Keller sein.
Bekomme ich es raus, ist es doch evt nur 20cm länger, .mehr erreiche ich ja nicht

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NE3_Technician
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Re: Alter Anschluss draussen vorhanden

Beitrag von NE3_Technician » 05.05.2019, 17:07

reneromann hat geschrieben:
05.05.2019, 15:01
NE3_Technician hat geschrieben:
05.05.2019, 14:32
Dann hau doch auch gleich Mal raus welche VDE das genau ist !
DIN VDE 0100-540
Wobei es halt eine Ausnahmeregelung für Antennennetze gibt, die eine Abweichung der "normalerweise" mindestens geforderten 6 mm² Cu auf (ausnahmsweise) 4 mm² Cu erlaubt.
Trotzdem stehen erst einmal die 6 mm² Cu in o.g. Richtlinie und sind damit im Zweifel auch einzuhalten.
Laut Rahmenverträgen erstellt der Techniker auch die Schiene und sogar einen Erdspies. Wenn es es nicht kann, muss er einen Elektriker beauftragen.
Gibt entsprechende Abrechnungspositionen.
Bitte hör endlich mit den Abrechnungspositionen auf - diese sind für die fachliche Seite vollkommen irrelevant.
Es hängt hier primär von der fachlichen Eignung ab, ob der Techniker einen PA installieren darf oder nicht.

Tipp: An die E-Anlage darf nur Personal mit entsprechender Ausbildung - wenn der Kabeltechniker also keine Ausbildung als Elektriker hat, hat er am Sicherungskasten nichts dran rum zu fummeln -und- kann deshalb auch keinen ordnungsgemäßen PA herstellen. Und ein Erdspies und eine PA-Schiene reichen oft nicht als korrekt ausgeführter PA aus - da in den PA alle elektrischen Anlagen sowie alle anderen leitfähigen Anlagen (Heizung, Gas, Wasser) mit einbezogen werden müssen. Und ohne Messprotokoll, dass der PA ordnungsgemäß hergestellt wurde, steht der Kabeltechniker auch im Zweifelsfall privat für jegliche Schäden ein.
Immer an der Schiene direkt geerdet muss der Verstärker und Erdungsböcke etc. sein.
Richtig...
Was denkst du denn, was ich gemeint hab mit "muss er einen Elektriker beauftragen" ? Das er sich jemanden sucht der es kann bzw darf, also laber hier nicht blöde rum!

Da es hier ein VDF Forum ist, wo es um VDF geht , gehen wir von den Regeln der VDF aus. Und die sagt nix von 6qmm und die sagt nix davon, dass ihr eine Erdspies nicht ausreicht!


@TE : ich geh mal davon aus das die wand dicker als 20 cm ist ? ...aber auch mit 20cm kann man den hüp besser anbringen und er würde nicht in der erde stecken. :)
Beuaftrage einfach dne Anschluss und lass den Techniker sich alles anschauen.
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Re: Alter Anschluss draussen vorhanden

Beitrag von reneromann » 05.05.2019, 18:04

NE3_Technician hat geschrieben:
05.05.2019, 17:07
Was denkst du denn, was ich gemeint hab mit "muss er einen Elektriker beauftragen" ? Das er sich jemanden sucht der es kann bzw darf, also laber hier nicht blöde rum!
Bitte, nicht in dem Ton. Du schriebst, dass es für VF-Techniker Abrechnungspositionen gäbe, damit er einen Poti-Ausgleich herstellen kann.
Ich schrieb lediglich, dass der VF-Techniker, sofern er dazu fachlich nicht ausgebildet ist, diesen Poti-Ausgleich NICHT herstellen DARF, ergo ein Elektriker kommen MUSS.
Da es hier ein VDF Forum ist, wo es um VDF geht , gehen wir von den Regeln der VDF aus.
Falsch. Die Regelungen für den PA werden klipp und klar in der DIN VDE und am Ende in den TAB der jeweiligen Netzbetreiber geregelt.
Da steht klipp und klar drin, was ein PA ist und wie ein PA auszusehen hat. Was VF da für Sonderbestimmungen hat, ist für den PA völlig irrelevant.
VF hat sich in dem Fall an die Regelungen aus der DIN VDE zu halten [und das tun sie auch, weil sie eben fordern, dass ein PA fachgerecht - also nach DIN VDE - hergestellt wird].
Und die sagt nix von 6qmm und die sagt nix davon, dass ihr eine Erdspies nicht ausreicht!
Nochmal: In der DIN VDE steht, dass 6 mm² Cu Mindestmaß sind, dass jedoch bei Antennenanlagen ausnahmsweise auf 4 mm² heruntergegangen werden KANN.
Ist man sich nicht sicher, bleibt man bei 6 mm² und ist fachlich auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

Und ein einfacher Erdspieß KANN ausreichen - in der Regel reicht er aber NICHT aus, um die notwendige Niederohmigkeit zum umgebenden Gelände herzustellen, damit ein fachgerechter PA hergestellt werden kann.
Daher heißt es auch hier: Messen und ein Messprotokoll anfertigen - und ich glaube kaum, dass die VF-Techniker alle entsprechende fachliche Befähigungen zur Erstellung eines (nach DIN VDE) fachgerechten PA innerhalb des Hauses haben.
Im Zweifel dreht also der VF-Techniker um, wenn kein PA vorhanden ist und besteht darauf, dass ein Elektriker kommt, der den PA herstellt und mit seinem Messprotokoll für die fachliche Korrektheit des PA einsteht.

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Re: Alter Anschluss draussen vorhanden

Beitrag von spooky » 05.05.2019, 18:10

Kommen wir jetzt langsam zu einem Ende mit der DIN VDE?
Das ist erstmal für den TE irrelevant.
Denn:
Der TE bestellt sich einen Techniker, der sich das anguckt und eventuell es selber macht oder dem TE sagt, dass er einen Elektriker beauftragen soll.

Danke.
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Re: Alter Anschluss draussen vorhanden

Beitrag von reneromann » 05.05.2019, 18:17

@spooky
Davon abgesehen, dass der TE bereits meinte, dass bereits ein PA existiert, d.h. er lediglich ein Kabel von der PAS hin zum HAV / HÜP ziehen würde und es ihm nur um den Querschnitt ging...