6490: Millionen von korrigierbaren Fehlern?

In diesem Forum dreht sich alles um bei Vodafone Kabel Deutschland verwendete AVM-Produkte, insbesondere der WLAN-Router mit integriertem Kabelmodem, der als FRITZ!Box vertrieben wird. Speedprobleme bitten wir im entsprechenden Forum zu behandeln, wenn ihr Ursprung nicht auf AVM-Produkte zurückzuführen ist!
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lezard
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6490: Millionen von korrigierbaren Fehlern?

Beitrag von lezard » 21.12.2018, 13:00

Hallo,

ich habe nach 2,5 Tagen schon wieder Millionen von korrigierbaren Fehlern, obwohl die Werte doch eigentlich ok sind (siehe Foto).

Was kann das sein? Fritte hin? Ist eine eigene 6490.

Habe von der MMD ein 15m langes Kabel ins Schlafzimmer ins 1. OG gelegt und dort an die Fritz Box angeschlossen. Bei einem 3m Kabel ins Wohnzimmer habe ich 4 dB mehr Power Level, aber genauso viele Fehler...


Bildschirmfoto vom 2018-12-21 13-58-52.png
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wittmann
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Re: 6490: Millionen von korrigierbaren Fehlern?

Beitrag von wittmann » 21.12.2018, 13:49

Solange keine unkorrigierbaren Codewords rauskommen, arbeitet die Forward Error Correction (FEC) und hat keine Auswirkung auf deinen Durchsatz.

Da ich es muessig bin, immer wieder eine Erklaerung zur FEC zu schreiben, verlinke ich mal auf einen Beitrag mit Vermerk auf die letzten beiden Absaetze:

viewtopic.php?f=68&t=38748&p=613340#p613340

Die fixe Anzeige von MER/MSE Werten zu den Codewords (korrigiert/unkorrigiert) ist nicht sehr hilfreich. Solange man das nicht in einen Graphen mit Zeitschleiste plotten ist das ganze hier auch nur ein Blick in die Glaskugel.

Vielleicht sollte man AVM vorschlagen die CER pro DS-Kanal als 24h Graphen zu plotten und im WebGUI sichtbar zu machen. Das duerfte sinnvoller sein, als nur einfach die Zahlen in das WebGUI die schreiben.

Wie am Anfang schon erwaehnt: solange keine unkorrigierbaren Codewords auflaufen, mach dir keinen unnoetigen Kopf.
mfg

wittmann

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Flole
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Re: 6490: Millionen von korrigierbaren Fehlern?

Beitrag von Flole » 21.12.2018, 14:20

wittmann hat geschrieben:
21.12.2018, 13:49
Solange keine unkorrigierbaren Codewords rauskommen, arbeitet die Forward Error Correction (FEC) und hat keine Auswirkung auf deinen Durchsatz.
Keine stimmt doch aber auch nicht ganz, es wird ja zusätzliche CPU Zeit zum korrigieren benötigt, demnach "müsste" der Durchsatz doch zumindest etwas zurückgehen (wenn es auch keine Retransmissions gibt), oder nicht?

Das MSR Graphing ist, so wie es im Moment gemacht wird, wirklich Mist, da kann man nichts erkennen. Ich hab mir da was besseres gebastelt, über die Kommandozeile kann man da auf die Pegel und SNR zugreifen, so hole ich mir die Daten und plotte die alle schön auf ein Chart, da kann man genau sehen wenn mal eine Störung da ist was genau passiert ist. Wenn sowas direkt in der FritzBox vorhanden wäre ohne das man da selbst rumbasteln muss wäre das wirklich hilfreich, insbesondere da man so auch Störungen finden kann die nicht ständig vorhanden sind. Genug Speicher haben 6490 und 6590 ja, man muss nur die RRD-Tools installieren und anfangen zu sammeln....

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Re: 6490: Millionen von korrigierbaren Fehlern?

Beitrag von DarkStar » 21.12.2018, 14:36

Im falschen Forum gelandet? Du bist kein Vodafone Kunde.

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wittmann
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Re: 6490: Millionen von korrigierbaren Fehlern?

Beitrag von wittmann » 21.12.2018, 15:13

Flole hat geschrieben:
21.12.2018, 14:20
wittmann hat geschrieben:
21.12.2018, 13:49
Solange keine unkorrigierbaren Codewords rauskommen, arbeitet die Forward Error Correction (FEC) und hat keine Auswirkung auf deinen Durchsatz.
Keine stimmt doch aber auch nicht ganz, es wird ja zusätzliche CPU Zeit zum korrigieren benötigt, demnach "müsste" der Durchsatz doch zumindest etwas zurückgehen (wenn es auch keine Retransmissions gibt), oder nicht?
[...]
Nochmal in aller Deutlichkeit: Die "CPU-Load" die fuer die FEC aufgewendet wird, schlaegt NICHT im Durchsatz durch und laeuft auch nicht auf dem DOCSIS Part. Das laeuft ganz unten zwischen Schicht 1 (PHY) und Schicht 2 (MAC) im Tuner. Die Werte ueber die korrigierten/unkorrigierten Codewords liest dann die Kabelmodemhardware irgendwo/irgendwie vom Tuner, mit grosser Wahrscheinlicht mit I2C aus. Hier im SC-QAM Fall wird vom Tuner dann der MPEG-Transportstrom korrigiert (sofern moeglich) uebergeben, ohne dass es einen Einfluss auf den Durchsatz und Latenz gibt. Naturlich nur, wenn alle Pakete korrigiert werden konnte (0 Uncorrectables).

Also bitte, um Himmelswillen(!) unterlasst es, in die correctable Codewords mehr hinein zu interpretieren als noetig und irgendwelche Probleme damit Voodoomaesig in Zusammenhang zu bringen, insbesondere was die OSI-Schichten ab MAC und hoeher angeht.

Btw. Ich denke auch nicht, dass der Kunde da was selbst richten koennte, in dem er an seinem Hausanschlussverstaerker rumpfuscht. Was nebenbei gesagt fuer mich eh immer ein rotes Tuch ist!


@DarkStar: Er hat drueben schon das gleiche Thema aufgemacht, haette ich mir die Antwort auch sparen koennen ;)

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Re: 6490: Millionen von korrigierbaren Fehlern?

Beitrag von Flole » 21.12.2018, 15:29

wittmann hat geschrieben:
21.12.2018, 15:13
Hier im SC-QAM Fall wird vom Tuner dann der MPEG-Transportstrom korrigiert (sofern moeglich) uebergeben, ohne dass es einen Einfluss auf den Durchsatz und Latenz gibt.
Genau das kann nicht sein, auch im Tuner sitzt eine CPU drin und diese muss um zu korrigieren mehr Rechenschritte ausführen als ohne und braucht dafür CPU Zeit. Ich habe nicht gesagt das es deshalb merkbare Beeinträchtigungen gibt, lediglich das dadurch zusätzliche Schritte stattfinden müssen, und das muss sich auch zwangsläufig etwas in der Latenz (und dann letzendlich dadurch auch in der Bandbreite) wiederspiegeln.Wir reden hier höchstens über eine Millisekunde, wahrscheinlich deutlich weniger, aber keine Auswirkungen kann eben nicht sein, es müsste eher "keine merkliche/störende Auswirkungen" sein. Ob das nun auch den Durchsatz betrifft müsste man klären, die Latenz ist davon ja aber definitiv betroffen (einzige Ausnahme: Die CPU macht die Schritte zur Korrektur jedes mal, aber das wäre ja totaler Blödsinn und Verschwendung von Rechenzeit).
wittmann hat geschrieben:
21.12.2018, 15:13
Btw. Ich denke auch nicht, dass der Kunde da was selbst richten koennte, in dem er an seinem Hausanschlussverstaerker rumpfuscht. Was nebenbei gesagt fuer mich eh immer ein rotes Tuch ist!
Wenn das ganze durch schlecht geschirmte Kabel nach dem Verstärker passiert dann könnte man versuchen durch einen höheren Pegel das ganze auszugleichen, da müsste man aber die Ursache kennen um nicht einfach wie ein wilder drauf loszudrehen. Wenn die vorher irgendwo ist dann hat man da tatsächlich keine Chancen.

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Re: 6490: Millionen von korrigierbaren Fehlern?

Beitrag von spooky » 21.12.2018, 15:32

DarkStar hat geschrieben:
21.12.2018, 14:36
Im falschen Forum gelandet? Du bist kein Vodafone Kunde.
Woran erkennst du das?

Edit: jetzt selbst gesehen, alle DS in 256 QAM
GigaTV 4K
TV Vielfalt HD
TV Vielfalt HD extra
Sky Ticket Entertainment
Internet & Phone 1000/50
FritzBox 6591 cable

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Re: 6490: Millionen von korrigierbaren Fehlern?

Beitrag von Samchen » 21.12.2018, 15:49

Außerdem 5 US Kanäle werden bei Vodafone Kabel Deutschland nicht bezogen.

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Re: 6490: Millionen von korrigierbaren Fehlern?

Beitrag von wittmann » 21.12.2018, 15:55

Flole hat geschrieben:
21.12.2018, 15:29
wittmann hat geschrieben:
21.12.2018, 15:13
Hier im SC-QAM Fall wird vom Tuner dann der MPEG-Transportstrom korrigiert (sofern moeglich) uebergeben, ohne dass es einen Einfluss auf den Durchsatz und Latenz gibt.
Genau das kann nicht sein, auch im Tuner sitzt eine CPU drin und diese muss um zu korrigieren mehr Rechenschritte ausführen als ohne und braucht dafür CPU Zeit. Ich habe nicht gesagt das es deshalb merkbare Beeinträchtigungen gibt, lediglich das dadurch zusätzliche Schritte stattfinden müssen, und das muss sich auch zwangsläufig etwas in der Latenz (und dann letzendlich dadurch auch in der Bandbreite) wiederspiegeln.Wir reden hier höchstens über eine Millisekunde, wahrscheinlich deutlich weniger, aber keine Auswirkungen kann eben nicht sein, es müsste eher "keine merkliche/störende Auswirkungen" sein. Ob das nun auch den Durchsatz betrifft müsste man klären, die Latenz ist davon ja aber definitiv betroffen (einzige Ausnahme: Die CPU macht die Schritte zur Korrektur jedes mal, aber das wäre ja totaler Blödsinn und Verschwendung von Rechenzeit).
Darf ich fragen, woher diese Erkenntnisse stammen?

Edit: bei SC-QAM gibt es einen MPEG-Transportstom mit einer konstanten Paketrate mit Paketen von einer Groesse von 204 Byte (das Codeword). Davon dienen 16 Byte fuer die FEC. Wenn die FEC es nicht mehr schafft und das Paket/Codeword nicht mehr korrigiert werden kann, wird das mit dem Error-Indicator-Bit nach dem Sync-Byte klar gemacht und das ganze Paket/Codeword wird auf der naechsten Schicht verworfen/ignoriert. In unserem Fall, wenn die FEC also erfolgreich war und es "nur" zu correctables gekommen ist, wird das Error-Indicator-Bit nicht gesetzt. Das Wesentliche ist aber, der kontinierliche Paketstrom von 204 Byte Paketen wird nicht verzoegert. Du kannst also davon ausgehen, dass jedwede moegliche Verzoegerung, welche durch eine arbeitende/korrigierende FEC, welche auch Endlich ist, in die Paketrate "eingepreist" ist. Lange Rede kurzer Sinn: Selbst bei einer erhoehten Fehlerkorrektur und einem Uncorrectable Wert von 0 hat das keinen Einfluss auf den DOCSIS-Teil ab Schicht 2 (MAC) und der darueber liegenden Schichten (IP usw.). Ich hoffe das erklaert es besser.
Zuletzt geändert von wittmann am 21.12.2018, 17:06, insgesamt 6-mal geändert.

tuedel
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Re: 6490: Millionen von korrigierbaren Fehlern?

Beitrag von tuedel » 21.12.2018, 16:19

spooky hat geschrieben:
21.12.2018, 15:32
DarkStar hat geschrieben:
21.12.2018, 14:36
Im falschen Forum gelandet? Du bist kein Vodafone Kunde.
Woran erkennst du das?

Edit: jetzt selbst gesehen, alle DS in 256 QAM
Nur zur Info. Ich glaube es sagt nichts aus, dass wenn alle DS auf 256 QAM sind, man kein Vodafone Kunde ist.
Nachdem ich hier meine private 6590 an mein Kabel angeschlossen habe sind ebenfalls alle 28 DS Kanäle auf 256 QAM. Mein Vertrag läuft definitiv bei Vodafone. :)