Alter Anschluss draussen vorhanden

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reneromann
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Re: Alter Anschluss draussen vorhanden

Beitrag von reneromann » 08.05.2019, 19:56

Bei der E-Installation muss man eigentlich grundhaft ran...
Alleine schon, dass dort spannungsführende Teile ohne jeglichen Berührungsschutz frei liegen, ist (und war) ein No-Go...

Ein neuer Zähler muss übrigens nicht (zwingend) rein - wenn aber, müsste der nach TAB von einem örtlich beim EVU eingetragenen Elektriker ausgetauscht werden.
Alles hinter dem Zähler darf dann jeder Elektriker machen.

Und solange nicht klar ist, ob bei dir z.T. noch klassische Nullung verwendet wurde, würde eine Installation von RCDs/FIs eher in Problemen enden...
Wahrscheinlich ist man da besser dran, wenn man die gesamte E-Anlage komplett neu verlegt und die alten Leitungen nicht (mehr) weiter verwendet.

Ob es ein so großer Schaltschrank sein muss, wie ihn AndreasNRW verlinkt hat, oder ob nicht auch eine Nummer kleiner reicht, sei jetzt mal dahingestellt.

benno69
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Re: Alter Anschluss draussen vorhanden

Beitrag von benno69 » 08.05.2019, 20:08

klassiche Null habe ich nicht, da bin ich mir recht sicher, da ich die Steckdosen usw schon alle mal getauscht habe und immer 3 leitungen da waren.
Neuer Stromkasten würde natürlich kleiner werden als der verlinkte.
Ist sicher ordentlich Arbeit zu sehen wo welches Kabel hin geht usw :augendreh:
Na mal sehen, muss mich erkundigen, die Ausgleichsschine ist da eh nicht, müsste gemacht werden und dann könnte die ja auch in den Keller.
Der Stromzähler ist wenn ich das richtig lese von 1987, Ortsversorger ist die EWE den auch der Zähler gehört, aber Stromlieferung bekomme ich nicht von der EWE.

reneromann
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Re: Alter Anschluss draussen vorhanden

Beitrag von reneromann » 08.05.2019, 20:44

Der Zähler gehört immer dem örtlichen Energieversorger / -netzbetreiber und nicht deinem Lieferanten/Anbieter.
Dieser Netzbetreiber ist nie ein Lieferant/Anbieter (darf er auch gar nicht) - stattdessen benutzt dein Lieferant/Anbieter die vom Versorger/Netzbetreiber bereitgestellten Leitungen für die Durchleitung des vom Lieferanten/Anbieter z.B. auf der Leipziger Strombörse eingekauften Stroms zu dir. Der Versorger/Netzbetreiber stellt dem Lieferanten/Anbieter also die Leitungen sowie die Messstelle (=> Stromzähler) bereit und rechnet die durchgeleitete Energie mit dem Lieferanten/Anbieter, der dir dann die genutzte elektrische Arbeit sowie die Grundgebühren in Rechnung stellt.

Würde der Zähler dem Lieferanten/Anbieter gehören, müsste man ja bei jedem Anbieterwechsel auch den Zähler von einem Elektriker auswechseln lassen - so reicht das alleinige Ablesen... ;-)

benno69
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Re: Alter Anschluss draussen vorhanden

Beitrag von benno69 » 08.05.2019, 21:41

Alles klar.
Wenn das Ding neu muss, werden die sich ja sicher melden.
Sicherungsautomaten/ Kasten kann Elektriker mal neu machen. Und die Ausgleichsschiene evt vorher installieren lassen im Keller.
Werde mal nachfragen.
Zum messen haben wir in der Firma auch ein fluke Messgerät wo Baustellenerdung mit eingesessen wird mit Anleitung , aber muss man ein Protokoll der Schiene haben, oder reicht es wenn die Schiene eine richtigen wert hat?

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Menne
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Re: Alter Anschluss draussen vorhanden

Beitrag von Menne » 08.05.2019, 22:12

der Zähler gehört auch getauscht, ob der noch richtig Zählt nach 35 Jahren ist die Frage! Normal werden die alle 15 /16 Jahre automatisch ausgewechselt!

Zu deiner Sicherheit sollte ein RCD verbaut werden, macht nen haufen Aufwand denn fast jede Verteilerdose /Steckdose muss geöffnet werden um zu schauen ob nicht doch irgendwo Neutralleiter und PE verbunden sind, im Bad ist er ja mittlerweile vorgeschrieben!
Der Glubb is a Depp!

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Re: Alter Anschluss draussen vorhanden

Beitrag von reneromann » 09.05.2019, 00:10

Menne hat geschrieben:
08.05.2019, 22:12
der Zähler gehört auch getauscht, ob der noch richtig Zählt nach 35 Jahren ist die Frage! Normal werden die alle 15 /16 Jahre automatisch ausgewechselt!
Muss nicht unbedingt - wenn die Zählermarge anhand einer zufälligen Stichprobe noch immer nachgeeicht wurde, dann braucht der nicht ausgewechselt werden.
Wobei man mittlerweile tauschen könnte...
Zu deiner Sicherheit sollte ein RCD verbaut werden, macht nen haufen Aufwand denn fast jede Verteilerdose /Steckdose muss geöffnet werden um zu schauen ob nicht doch irgendwo Neutralleiter und PE verbunden sind, im Bad ist er ja mittlerweile vorgeschrieben!
RCD sind schon seit über 10 Jahren generell Pflicht bei allen "normalen" Steckdosenkreisen.
Im Bad schon seit Ende der 80er...

Und ja, eine Nachrüstung mit RCD ist richtig aufwändig - müsste aber, wenn man hier an die Verteilung ran geht, definitiv erfolgen.
Und ja, RCD dienen der eigenen Sicherheit des Nutzers, denn sie lösen aus, sobald ein Fehlerstrom auftritt - also auch nur kleine Differenzen (i.d.R. max. 30mA) zwischen dem "eingespeisten" Strom auf L und dem "abgehendem" Strom auf N auftreten. Und damit löst ein RCD auch viel früher aus, als ein konventioneller Lastschutzschalter oder eine konventionelle Sicherung, die erst bei Überschreiten eines Abschaltstroms kommt, der jenseits des Nennstroms liegt.
benno69 hat geschrieben:
08.05.2019, 21:41
Wenn das Ding neu muss, werden die sich ja sicher melden.
Richtig - da schreibt dich der Netzbetreiber an und tauscht den Zähler dann m.W. kostenlos aus. Nur wenn du selbst einen Austausch veranlasst, kann(!) ein Entgelt anfallen.
Sicherungsautomaten/ Kasten kann Elektriker mal neu machen. Und die Ausgleichsschiene evt vorher installieren lassen im Keller.
Werde mal nachfragen.
Zum messen haben wir in der Firma auch ein fluke Messgerät wo Baustellenerdung mit eingesessen wird mit Anleitung , aber muss man ein Protokoll der Schiene haben, oder reicht es wenn die Schiene eine richtigen wert hat?
Lass es einen Elektriker machen - der fertigt auch das Messprotokoll aus und der kennt die notwendigen Werte und Vorgehensweisen.
Und du hast dann auch jemanden, der für die Leistung einsteht, wenn damit doch etwas nicht in Ordnung ist.

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Re: Alter Anschluss draussen vorhanden

Beitrag von Abraxxas » 09.05.2019, 00:38

reneromann hat geschrieben:
09.05.2019, 00:10
Und damit löst ein RCD auch viel früher aus, als ein konventioneller Lastschutzschalter oder eine konventionelle Sicherung, die erst bei Überschreiten eines Abschaltstroms kommt, der jenseits des Nennstroms liegt.
Ein RCD löst nicht früher aus sondern aufgrund anderer Ursachen (Fehlerstrom). Bei Überschreitung des Nennstroms brennt er schlimmstenfalls ab. RCD und LSS ergänzen sich also.
Schutzschalter die beides vereinigen nennen sich RCBO.

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Re: Alter Anschluss draussen vorhanden

Beitrag von benno69 » 17.06.2019, 21:13

Bei welchen Wert ist denn die PA ausreichend niederohmig ?, oder anders gesagt was ist ausreichend für den Techniker ?

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Re: Alter Anschluss draussen vorhanden

Beitrag von NE3_Technician » 17.06.2019, 21:18

benno69 hat geschrieben:
17.06.2019, 21:13
[...], oder anders gesagt was ist ausreichend für den Techniker ?
4qmm
67/5 Mbit/s beim lokalen Kabelanbieter von denen 50/5 ankommen ! :kaffee:

benno69
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Re: Alter Anschluss draussen vorhanden

Beitrag von benno69 » 17.06.2019, 21:22

Entschuldigung, meine wieviel ohm darf die PA Max haben ?
Muss es unter 50 Ohm sein zb ?