Problem mit neuem Arris-Kabelmodem

Hier dreht sich alles um die aktuell von Kabel Deutschland verschickten Kabelrouter der Marken Hitron, Compal, Technicolor, Sagemcom und Arris. Speedprobleme bitten wir im entsprechenden Forum zu behandeln, wenn ihr Ursprung nicht auf diese Produkte zurückzuführen ist!
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Taucheranzug
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Problem mit neuem Arris-Kabelmodem

Beitrag von Taucheranzug » 28.11.2018, 12:47

Moin liebe Community,

hoffe, ihr könnt mir helfen, bei der Support-Hotline war mal wieder kein Durchkommen.

Habe gestern Abend den Arris angeschlossen, den ich am Samstag nach Umstieg vom 500er- in den 1000er-Tarif von VF bekommen habe. Es hat zunächst alles sofort funktioniert - alle LEDs leuchteten weiß, Internet-Speed war tatsächlich ca. 1 Gbit, Telefon funktionierte auch. Alles bestens also.
Da ich wie vorher meinen eigenen Router einsetzen möchte, wollte ich als nächstes im Kundenportal den Bridge-Modus aktivieren, bekam dort aber wieder den bekannten Hinweis, dass die Vodafone Station erst noch innerhalb der nächsten 24 Stunden ein Update ziehen muss. Dieses Procedere kannte ich schon vom letzten Modemtausch. Also habe ich gestern Abend erstmal nichts weiter unternehmen können.
Seit heute morgen aber blinkt nun die LED "Internet" rot (keine Ahnung, wie lange schon), ansonsten ist nur noch die Power-LED an (weiß). Ich komme zwar weiterhin per http://192.168.0.1 auf die Web-Oberfläche der Vodafone Station, habe aber keine Internetverbindung.
Das ganze habe ich mir eine Dreiviertelstunde lang angesehen, dann habe ich den Router mal neugestartet, aber nach dem Neustart blinkte die "Internet"-LED wieder rot - keine Veränderung.

Ist dieses Verhalten in den besagten 24 Stunden normal, hängt es mit dem ausstehenden Update zusammen? Was passiert da gerade? Oder liegt ein Fehler und somit Handlungsbedarf vor?

Bin für jeden Tipp dankbar!

Grüße

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Besserwisser
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Re: Problem mit neuem Arris-Kabelmodem

Beitrag von Besserwisser » 28.11.2018, 18:01

An der Rückseite ist eine RESET-Taste.
Diese mit einem Zahnstocher oder einer Büroklammer so lange drücken,
bis an der Vorderseite alle 5 LEDs weiß aufleuchten.
Danach laß das Modem in Ruhe zu Ende nödeln.
Es kann dabei auch öfter mal rebooten.

:fahne:

Und für das Web-Interface nimmst mal lieber die 192.168.100.1

Taucheranzug
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Re: Problem mit neuem Arris-Kabelmodem

Beitrag von Taucheranzug » 30.11.2018, 16:01

Moin,

das hatte zwar geklappt, vielen Dank dafür, aber jetzt kommt eine gar lustige Geschichte!

Der Vodafone-Support hat dann nämlich sicherheitshalber nochmal auf meinen Arris geschaut und festgestellt, dass zwei Downstream-Frequenzen im oberen Bereich "kaputt" sind (Abfall von 20 dB). Also habe ich mir einen Techniker-Termin für heute morgen geben lassen.
Die beiden Techniker kamen tatsächlich heute gleich um 08:15 Uhr morgens, das gab schonmal Pluspunkte. Als erstes haben sie mit sehr viel Fachchinesich die Leitung durchgemessen und festgestelltt, dass alles "Bombe" (O-Ton) mit wohl enorm guten Werten ist. Soweit, so gut, aber jetzt kommts:
Als nächstes haben sie dann meinen Arris an die Leitung gehängt, das sollte eigentlich der abschließende Test sein. Und Zack! waren natürlich wieder die beiden fraglichen Frequenzen im Eimer. Aha, also Modem kaputt. Coolerweise hatten sie ein zweites dabei (identisches Gerät). Aber auch das zeigte den gleichen Fehler! Komplette Ratlosigkeit bei den Herren. Dann haben sie das Vodafone Tech-Team angerufen. Der Mitarbeiter hat dann sehr, sehr lange alle möglichen Tests gemacht, fand aber auch keinen Grund für die kaputten Frequenzen. Quasi als Übergangslösung hat der Vodafone-Mann dann jetzt bei mir den sog. "LTE Safe Protect"-Modus aktiviert, der ja eigentlich nur dann angewendet wird, wenn man (z.B. wg. Funkmasten in der Nähe) starke LTE-Störeinstrahlung hat. Der Modus sorgt (wie ihr wahrscheinlich alle wisst) dafür, dass die oberen 4 (von meinen insg. 26) Downstream-Frequenzen einfach abgeschaltet bzw. nicht verwendet werden. Das ist wohl die deutlich bessere Lösung als die beiden kaputten Frequenzen einfach weiter laufen zu lassen, weil man sonst - ohne, dass man es zunächst am Download-Speed merkt - Übertragungsfehler im Datenstrom bekommt und daher fehlerhafte Dateistücke neu geladen werden müssen. Glücklicherweise macht sich das Fehlen dieser vier Frequenzen in meinem Fall anscheinend nicht weiter in Sachen Download-Speed bemerkbar, mein erster Test landete gleich mal bei 930 MBit/s mit Tendenz nach oben, war vorher auch so, also erstmal alles gut für mich.

Dennoch war keiner der Beteiligten in der Lage herauszufinden, wie es zu den kaputten Frequenzen kommt, die nur am Modem und NICHT in der Leitung selbst auftreten. Eventuell ist es tatsächlich ein Konstruktionsfehler in dem noch relativ neuen Modem-Typ, oder vielleicht ist die Firmware auch noch buggy, wer weiß. Der VF-Mann am anderen Ende sagte, er kann daraus noch kein internes Next-Level-Ticket machen, weil ich bislang der einzige derartige Fall (!) bin, was eben daran liegt, dass es wohl noch nicht viele Gigabit-Anschlüsse gibt. Er hat das aber alles in meiner Kundenhistorie vermerkt und gibt die Info auch an die Technikabteilung weiter, damit die das schonmal auf dem Schirm haben. Ich soll weiterhin ein Auge auf meinen Download-Speed haben (hab ich sowieso ;-)) und mich melden, wenn der in die Knie geht, dann wird der Fall weiter eskaliert. Wahrscheinlich merke ich aber auch weiterhin nichts von den fehlenden vier Frequenzen, sagte er.

Die Frage ist jetzt nur, wie ich es mitbekommen soll, wenn das Problem mal irgendwann gelöst ist. Ich kann ja nicht routinemäßig alle zwei Wochen bei VF anrufen und die Jungs bitten, mal testhalber den LTE Safe Protect abzuschalten und anschließend meine Modemwerte zu begutachten... allerdings hätte ich auf der anderen Seite für mein Geld schon ganz gern irgendwann alle 26 Downstream-Frequenzen zur Verfügung.... was meint ihr dazu?

Ist schon ein Ding, dass die solche Technik verkaufen und dann selbst nicht heraus bekommen, wo die Uhrsache eines Fehlers liegt...

Grüße

Flole
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Re: Problem mit neuem Arris-Kabelmodem

Beitrag von Flole » 30.11.2018, 17:05

Das Gerät wird eigentlich schon massenweise rausgeschickt, wir reden hier über mehrere tausend die in Benutzung sind, daher wäre das aufgefallen wenn es ein Konstruktionsfehler wäre. Eventuell kommt da tatsächlich LTE-Strahlung in das Modem, das ist zwar unwahrscheinlich aber möglich.

Und du bezahlst nicht für 26 Downstream Frequenzen (die du mit einem 3.1 Gerät ja eigentlich sowieso nicht nutzt) sondern für Bandbreite X, wie die zu dir kommt ist egal, das kann auch über eine Frequenz geschoben werden und du kannst da nix gegen tun.

robert_s
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Re: Problem mit neuem Arris-Kabelmodem

Beitrag von robert_s » 30.11.2018, 17:23

Flole hat geschrieben:
30.11.2018, 17:05
Das Gerät wird eigentlich schon massenweise rausgeschickt, wir reden hier über mehrere tausend die in Benutzung sind, daher wäre das aufgefallen wenn es ein Konstruktionsfehler wäre.
Wie gesichert ist denn, dass die Techniker mit tauglicher Messtechnik ausgestattet waren? Das bei mir mal "gesichtete" Acterna DSAM hat jedenfalls nur ein 8x4 DOCSIS-Modem, ohne weiteres erfasst das also nicht alle DOCSIS-Kanäle. Vielleicht waren ja nur deshalb die Messergebnisse "Bombe"...?

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Re: Problem mit neuem Arris-Kabelmodem

Beitrag von NoNewbie » 30.11.2018, 18:18

Das DSAM kann natürlich alle Frequenzen einzeln messen, dass sollte auch dir klar sein.
Ingress sucht man doch nicht mit einem Docsis-Test sondern mit Einzelkanalmessung.