Projekt "GigaHFC" (Virtuelle Segmentierung)

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Projekt "GigaHFC" (Virtuelle Segmentierung)

Beitrag von DerSarde » 24.04.2019, 11:10

Seit diesem Monat rüstet VF das Kabelnetz in der Netzebene 2 und 3 mit neuen intelligenten Gerätschaften auf.

Dabei wird (so wie ich das verstehe) Technik verbaut, die es ermöglicht, die TV- und Internetsignale auf den Koaxkabeln mehrfach quasi Huckepack zu übertragen zwischen 1 und 3,5 GHz. Die Rückumsetzung auf 5-862 MHz findet dann am nächsten VrP (Verstärkerpunkt) statt.
Dadurch kann das Netz ohne große Tiefbauarbeiten segmentiert werden, wohl auch relativ kurzfristig.

Diese Aufrüstung wird übrigens auf den schon einige Male hier erwähnten Remote-PHY-Gerätschaften basieren.

Hier ist ein Artikel dazu:
https://www.kabelperspektiven.de/detail ... c-574.html
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Re: Projekt "GigaHFC" (Virtuelle Segmentierung)

Beitrag von Skykeeper » 24.04.2019, 11:30

ZITAT:

So können nämlich die TV- und Internet-Signale auf den heute bestehenden Kabelnetz- Verbindungen zwischen ausgewählten Fibernodes im Frequenzspektrum von 1 Gigahertz bis 3,5 Gigahertz „quasi Huckepack“ weiter gesendet werden.


Es ist aber echt traurig das Vodafone es scheinbar bisher nicht schafft an jedem Cluster die benötigte Bandbreite zu liefern, das sind doch gerade mal knapp 3 GBits pro Cluster.

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Re: Projekt "GigaHFC" (Virtuelle Segmentierung)

Beitrag von DerSarde » 24.04.2019, 11:45

Skykeeper hat geschrieben:
24.04.2019, 11:30
Es ist aber echt traurig das Vodafone es scheinbar bisher nicht schafft an jedem Cluster die benötigte Bandbreite zu liefern, das sind doch gerade mal knapp 3 GBits pro Cluster.
Darum geht es doch gar nicht, denn die knapp 3 Gbit/s pro Segment müssen im Backbone bereitgestellt werden und das ist auch künftig nicht anders.
Dieses Projekt bezieht sich jedoch auf die Größe der aktuellen (Koax-)Segmente, und hier sind leider immer noch einige viel zu groß bzw. werden zu groß, wenn höhere Bandbreiten eingeführt werden.

Dieser zitierte Ausdruck
So können nämlich die TV- und Internet-Signale auf den heute bestehenden Kabelnetz- Verbindungen zwischen ausgewählten Fibernodes im Frequenzspektrum von 1 Gigahertz bis 3,5 Gigahertz „quasi Huckepack“ weiter gesendet werden.
scheint mir auch irreführend zu sein, denn warum sollte man bei Verbindungen, die eh schon aus Glasfasern bestehen (Fibernodes sind ja wie der Name schon sagt, per Glasfaser angebunden), nochmal "extra" Huckepack was drauf packen? Die Segmente dahinter hätten davon ja überhaupt nichts. Es geht wie ich schon sagte wohl eher um die Koaxverbindungen nach den Fibernodes.

Sieh es so: Der nächste VrP nach dem echten Fibernode ist dann quasi ein "virtueller Fibernode". Da ist dann zwar keine Glasfaser dran, aber es findet eine Frequenzumsetzung statt.
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Re: Projekt "GigaHFC" (Virtuelle Segmentierung)

Beitrag von Skykeeper » 24.04.2019, 12:05

DerSarde hat geschrieben:
24.04.2019, 11:45
Sieh es so: Der nächste VrP nach dem echten Fibernode ist dann quasi ein "virtueller Fibernode". Da ist dann zwar keine Glasfaser dran, aber es findet eine Frequenzumsetzung statt.
So stell ich mir das vor, allerdings steht in dem Artikel so viel widersprüchliches das es auch sein könnte das man eigentlich versucht den Mond zu bereisen.
Auf der anderen Seite ist es ja so das im KVz des VrP jetzt oft eine FibreNode drin ist und danach kommt zb bei mir als nächster Verstärker der beim Kunden im Keller. Um mein Segment zu verkleinern müsste man also neue Verteiler aufbauen.

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Re: Projekt "GigaHFC" (Virtuelle Segmentierung)

Beitrag von DerSarde » 24.04.2019, 12:08

Dieser Artikel dazu ist vielleicht verständlicher:
https://www.golem.de/news/tv-kabelnetz- ... 26653.html

EDIT: Also wenn tatsächlich schon irgendwo direkt nach dem Node der Verstärker im Keller kommt, dann wäre das sehr außergewöhnlich. Üblich sind immer noch Kaskaden von meist 9-12 Linienverstärkern nach dem Node.
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Re: Projekt "GigaHFC" (Virtuelle Segmentierung)

Beitrag von Skykeeper » 24.04.2019, 12:58

DerSarde hat geschrieben:
24.04.2019, 12:08
Dieser Artikel dazu ist vielleicht verständlicher:
https://www.golem.de/news/tv-kabelnetz- ... 26653.html

EDIT: Also wenn tatsächlich schon irgendwo direkt nach dem Node der Verstärker im Keller kommt, dann wäre das sehr außergewöhnlich. Üblich sind immer noch Kaskaden von meist 9-12 Linienverstärkern nach dem Node.
Es geht nicht darum das der Artikel nicht verständlich war, sondern er war voll mit Fehlern.
Der Golem Artikel macht da schon mehr Sinn.

9-12 Linienverstärker?
Wo sollen die sein und wofür?

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Re: Projekt "GigaHFC" (Virtuelle Segmentierung)

Beitrag von DerSarde » 24.04.2019, 13:02

Skykeeper hat geschrieben:
24.04.2019, 12:58
9-12 Linienverstärker?
Wo sollen die sein und wofür?
Die befinden sich etwa alle 300-400 Meter auf der Koaxstrecke zwischen dem Fibernode und dem HAV im Keller (dann kann man sich vorstellen, wieviel im Kabelnetz noch aus Koax ist).
Dort wird das auf Koax modulierte Signal um den Pegel verstärkt, den es durch die Dämpfung auf der Koaxstrecke verloren hat.
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Re: Projekt "GigaHFC" (Virtuelle Segmentierung)

Beitrag von Skykeeper » 24.04.2019, 13:22

Ich hab Telekommunikationsinformatik studiert, auch wenn mein Fachgebiet Mobilfunk ist und mein Arbeitgeber wenig mit Kabel am Hut hat weiß ich wie ein Koaxial Netz aufgebaut ist. Die Frage ist und bleibt wo diese Linienverstärker sein sollen? Hier stehen nicht alle 300-400m KVZs auf der Straße.
Hier steht ne Fibre-Node etwa 450m weiter kommt mein Haus und dazwischen ist gar nichts. Hier im Umkreis steht auch nichts außer Schränke der Stadt und der Telekom.

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Re: Projekt "GigaHFC" (Virtuelle Segmentierung)

Beitrag von DerSarde » 24.04.2019, 13:40

Das sind nicht zufällig solche Kästen wie diese hier?
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kabelve ... ehäuse.jpg
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Re: Projekt "GigaHFC" (Virtuelle Segmentierung)

Beitrag von Skykeeper » 24.04.2019, 13:52

Ne die Node ist in einem KVz83BK, 82 gibt es hier im Umkreis glaub ich noch einen und der gehört der Telekom da VST Nahbereich.
Die restlichen Schränke sind Telekom VDSLAMs.