Wohnanlage // Modernisierung Hausverkabelung

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Mike79
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Wohnanlage // Modernisierung Hausverkabelung

Beitrag von Mike79 » 07.09.2017, 21:47

Hallo zusammen,

ich packe den Beitrag jetzt mal in dieses Forum, da es mir am ehesten passend erscheint. Ggf. bitte verschieben :)

Wir haben uns eine Wohnung in einer Wohnanlage gekauft, die auch über eine Kabelanlage verfügt. Leider ist diese quasi seit Bau des Hauses (Anfang der 70er) nicht erneuert/modernisiert (Sternverkabelung) worden. Sie ist also nicht rückkanalfähig. Jetzt würde ich entsprechendes gerne bei der Eigentümerversammlung ins Gespräch bringen, dass man auf absehbare Zeit (die nächsten zwei, max. drei Jahre) hier aufrüstet.

Kosten und Aufwand sind da natürlich durchaus ein Thema, wenn nicht sogar das Thema schlechthin. Meines Wissens nach führt auch Vodafone solche Arbeiten durch und übernimmt unter Umständen einen Teil der anfallenden Kosten, wenn im gleichen Zug auch der Vertrag erneuert/verlängert/umgestellt/whatever wird. Ist das (noch) korrekt?

An wen könnte oder müsste ich mich diesbezüglich wenden, um hier ins Gespräch zu kommen, wie eine solche Umrüstung aussähe, was es kosten würde und vor allem wie das technisch realisiert werden könnte? Hat hier jemand vielleicht einen Tipp für mich oder schon Erfahrung mit einem solchen Vorhaben?

Schon vorab vielen Dank!

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Re: Wohnanlage // Modernisierung Hausverkabelung

Beitrag von kabelhunter » 08.09.2017, 02:18

Eigentlich müsste alles erneuert werden . Die Kabel entsprechen nicht den heutigen Anforderungen bezüglich der Abschirmung . Und die Verlegung neuer Kabel
dürfte der größte Kostenfaktor sein . Auch Verstärker , Verteiler , Abzweiger und Antennendosen müssen erneuert werden .
Wenn man sich entschließt die alten Kabel erstmal weiter zu nutzen wird es deutlich billiger . Du kannst auch einfach Internet bei VF bestellen . Dann kommt ein
Techniker und guckt was er machen kann .
TV: PanaTX-L32V10e (Finnlandmodus) +ACL SW 1.19 +KD-Home HD + Sky komplett HD + Private HD . D02-Karte
Heimkino: Pana SC-PT480 EG-S
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Re: Wohnanlage // Modernisierung Hausverkabelung

Beitrag von Menne » 08.09.2017, 09:40

dann muss noch ein Potentialausgleich vorhanden sein, und eine Steckdose für allgemein Strom!

Ohne Poti wird von VF nix installiert, weil der Hüp , Verstärker und Verteiler usw geerdet werden müssen, auch muss dann Gas , Wasser , Strom, Heizung usw auf den Potiausgleich angeklemmt werden!

https://de.wikipedia.org/wiki/Potentialausgleich

https://de.wikipedia.org/wiki/Erdungswiderstand

Für die Erstellung des Potiausgleiches ist die Hausverwaltung zuständig und muss auch die Kosten tragen, aber nur wenn keiner vorhanden ist!
Der Glubb is a Depp!

Trebo
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Re: Wohnanlage // Modernisierung Hausverkabelung

Beitrag von Trebo » 08.09.2017, 11:14

Mike79 hat geschrieben:Meines Wissens nach führt auch Vodafone solche Arbeiten durch und übernimmt unter Umständen einen Teil der anfallenden Kosten, wenn im gleichen Zug auch der Vertrag erneuert/verlängert/umgestellt/whatever wird. Ist das (noch) korrekt?
Du meinst wahrscheinlich so etwas: Link

Das macht Vodafone aber nur, wenn gleichzeitig ein TV-Vertrag für alle angeschlossenen
Wohnungen abgeschlossen wird. Und das ist bei Eigentümergemeinschaften erfahrungsgemäß
sehr schwer durchzusetzen.
--
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100/50. Weiße FB 6490. Anschluss seit Juli 2007.

Mike79
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Re: Wohnanlage // Modernisierung Hausverkabelung

Beitrag von Mike79 » 08.09.2017, 22:09

Hi,

schon mal vielen Dank für die Antworten! Einen Vertrag für alle Wohneinheiten haben wir bereits. Daran soll es nicht scheitern. Es wurde zwar schon einmal darüber nachgedacht, diesen Vertrag zu kündigen, da sich die besonders an Fernsehen Interessierten jeweils eine Schüssel montiert haben, aber da hat die Mehrheit dann geblockt, da dann ja der volle Einzelpreis fällig wäre. Die Anlage hier wird fast durchgängig von Eigentümern bewohnt. Kaum Vermietung. Die Schüsseln werden auch nur deshalb toleriert, da unsere Balkone und Dachterrassen hinreichend groß und richtig ausgerichtet sind, dass man sie gut verstecken kann und weder von der Straße noch von den Gärten aus gesehen werden können.

Ich habe mir die Anlage schon mal flüchtig ansehen können. Wenn ich das richtig sehe, ist die Verkabelung noch aus Zeiten des terrestrischen Empfangs, die dann in den 80ern einfach ans Kabel gehängt wurde. Das Kabel wird am Haus hoch und dann vom Dach verstärkt wieder in die Wohnungen verteilt. In den Wohnungen hängen auch jeweils nochmal Signalverstärker, dass da überhaupt was funktioniert. (Beide Verstärker bis 862MHz). Das ganze Gebilde muss sehr fragil sein und es kam und kommt immer wieder zu Störungen.

Wenn ich das alles richtig gesehen habe, sind die Bestandskabel leider in den Mauern eingeputzt und nicht über Kabelkanäle gezogen. D.h. die kann man nicht einfach tauschen. Aufputz in den Fluren wird aber ungern gesehen und dann bleibt noch die Frage, wie man in den Wohnungen die neuen Kabel dann zu ihren angestammten Plätzen bekommt. So die üblichen Herausforderungen bei einer Modernisierung.

Mnet baut hier leider in den nächsten drei bis vier Jahren ihr Glasfasernetz auch nicht aus und danach ist es immer noch fraglich. Die Telekom hat zwar flächendeckend Vectoring ausgerollt, aber mit den entsprechenden Problemen bei längeren Leitungen ... bleibt also eigentlich nur die Aufrüstung der Kabelanlage.

Ich gehe davon aus, dass es das einfachste wäre, mal bei dieser Hotline für Immobilienwirtschaft anzurufen und denen die ganze Angelegenheit zu schildern, richtig? Das Haus und die Herausforderungen dürften sie ja sowieso schon kennen. Die Mehrheit der Eigentümer von dieser Modernisierung zu überzeugen bleibt natürlich mein Problem, das ist schon klar :)