Reform von ARD/ZDF: Sechs Länder legen Ideen vor

Hier wird über alle möglichen Medienthemen diskutiert, hauptsächlich Fernsehthemen die nicht allein (oder gar nicht) Vodafone Kabel Deutschland betreffen.
Forumsregeln
Forenregeln
Heiner
Gründer/Moderator
Gründer/Moderator
Beiträge: 24057
Registriert: 17.04.2006, 20:09
Wohnort: Bochum-Langendreer

Reform von ARD/ZDF: Sechs Länder legen Ideen vor

Beitrag von Heiner » 08.06.2018, 16:16

https://www.dwdl.de/nachrichten/67255/r ... ideen_vor/
Die Ländern wollen, das sich die Öffentlich-Rechtlichen künftig auf die Bereiche Information, Kultur und Bildung konzentrieren. Der Bereich Unterhaltung würde damit deutlich abgewertet - ein Bereich, der unter anderem für sehr gute Quoten sowohl bei der ARD als auch beim ZDF sorgt. Außerdem sollen die Sender künftig selbst darüber entscheiden, welche Programme sie zur Erfüllung ihres Auftrags betreiben wollen. Dazu sollen sie laut "Medienkorrespondenz" mehr Freiheiten bei ihrer Budgetverwendung erhalten.

Das heißt konkret: Die ARD wird dazu verpflichtet, nur noch Das Erste und die Dritten betreiben. Das ZDF nur noch das Hauptprogramm. Auch Arte müsste von den Sendern weiter betrieben werden ebenso wie ein weiterer, mehrere Sender übergreifender Kanal - etwa 3sat. Alle anderen Spartenprogramme wie ZDFneo, One, Kika, Tagesschau24, Phoenix oder ZDFinfo könnten komplett gestrichen oder zusammengelegt werden.
Na hauptsache die Helene-Fischer-Trällerschleudern bleiben bestehen :wink:

Ehrlichgesagt sehe ich beim ZDF gar nicht mal soviel Bedarf etwas zu ändern. Die haben es geschafft, solide Programme aufzustellen die im Wesentlichen auch ihren Auftrag gut erfüllen. Das Problem seh ich eher bei der völlig ausufernden ARD. Da seh ich dringenden Handlungsbedarf. Die Struktur des Senderverbunds hat sich völlig überholt und wird der heutigen Medienwelt nicht gerecht. Ginge es nach mir, müsste folgendes geschehen:
  • Privatisierung des ersten Programms
  • Möglichkeit der Förderung gesellschaftlich relevanter Sendungen auch bei privaten Vollprogrammen
  • ein gemeinsames Rahmenprogramm für alle dritten Programme - tagsüber wird sowieso auf allen dasselbe gesendet, nur die Orte und Namen unterscheiden sich, ansonsten isses überall dieselbe Pampe. Aus diesem gemeinsamen Rahmenprogramm können sich die Anstalten dann nach Belieben ausklinken
  • tagesschau24 braucht man in der Form nicht, kann viel besser über tagesschau.de, Mediatheken und HbbTV realisiert werden
  • ONE ist in der Form auch eher überflüssig
  • Radio Bremen mit dem NDR zusammenlegen, SR mit SWR
  • den Wildwuchs im Radio braucht man so ebenfalls nicht mehr. Da reichen 3 Programme pro Anstalt aus, den Rest kann der DLF zentral erledigen
    -> Landeswelle mit einer bunten musikalischen Mischung, Informationen, Talkradioelementen und viel Regionalisierung
    -> Kulturwelle nicht nur mit Hochkultur, sondern auch mit dem was so zur regionalen Kultur gehört
    -> 3. Welle zur freien Gestaltung
    -> vom DLF: Programme für Informationen, Hochkultur, Jugendkultur, Hits/Oldies, Pop/Rock, alternative Kultur, Multikulti, Bildung...
Bei der Gelegenheit bitte auch die Führungsebene beim WDR absägen - für das Programm was hier im Westen größtenteils gesendet wird sollte man sich schämen ;-) Hans Hoff hat es treffend formuliert in mehreren Artikeln:
https://www.dwdl.de/hoffzumsonntag/6360 ... ig_scheie/
https://www.dwdl.de/hoffzumsonntag/5153 ... _mir_leid/
https://www.dwdl.de/hoffzumsonntag/6708 ... ten_nicht/

Das einzig regionale an dem Programm ist oftmals nur dieses Blafasel von "wir sind der Westen" und dass Willi Urbanek aus Gelsenkirchen-Schalke zu seiner Meinung zu einem überregionalen Thema gefragt wird.
Terrestrik: DVB-T / DVB-T2 HD (FTA) | DAB+ | UKW
Kabel: Unitymedia (Allstars + HD-Option, 2play FLY 400 mit Komfort-Option)
Streaming-Abos: Netflix, Sky Entertainment Ticket, Zattoo Free

Benutzeravatar
GLS
Helpdesk-Mitarbeiter
Helpdesk-Mitarbeiter
Beiträge: 4726
Registriert: 23.07.2009, 22:22
Wohnort: Würzburg

Re: Reform von ARD/ZDF: Sechs Länder legen Ideen vor

Beitrag von GLS » 08.06.2018, 19:49

Ne, da bin ich strikt dagegen. Privatisierung ist komplett abzulehnen. Wäre ja noch schöner, dass sich irgendwelche Privatkonzerne mit den Programmen das Maul vollstopfen. :evil: Rundfunk ist eine öffentliche Aufgabe, die mit öffentlichen Geldern finanziert wird, und daher müssen die Programme öffentlich-rechtlich bleiben. :!:

Besser als die Fusion von SR mit SWR und RB mit NDR ist es, die Gebiete ähnlich den Kabelregionen zuzuschneiden. Also Bremen & NDS bilden eine neue Anstalt (NWDR? :)) und Saarland & RLP (SWR; für BW dann SDR).

Lese ich richtig: Beim Radio willst du Programme streichen, auf 3 pro Anstalt? Welche sollen das z. B. beim BR sein? Schonmal dran gedacht, dass es Menschen gibt, die die Spartenprogramme hören, weil es sowas nirgendwo sonst gibt? Was du als "Wildwuchs" bezeichnest, nenne ich "Vielfalt". Ich finde sogar, dass die 8 Programme des BR zuwenig sind. Es müssten noch weitere gestartet (z. B. Trennung von Indie/Alternative/Electro und Hip-Hop/RnB beim sog. "Jugendradio") oder übernommen (z. B. KiRaKa, Cosmo) werden. Ob der DLF das alles machen soll, glaube ich kaum. Da fehlen die Strukturen und die Vernetzung vor Ort.

DWDL ist schon öfter mit Hetze gegen die ÖR negativ aufgefallen und ich verstehe nicht, warum du das zitieren musst.
Übersicht & Ausbaustand der Vdf-Kabelnetze [Regionen 1, 2, 3, 4, 7, 9] und der UM-Kabelnetze [Regionen 5, 6, 8]

Lutze

Re: Reform von ARD/ZDF: Sechs Länder legen Ideen vor

Beitrag von Lutze » 08.06.2018, 20:32

Da muss man jetzt aber nicht deiner Meinung sein oder?
Es geht beim ÖR um die Grundversorgung. Diese Grundversorgung wird immer mehr zum Selbstbedienungsladen.
Wir brauchen kein zweites Programm. Die Anzahl der 3. Programme würde ich auch mal in Frage stellen.
Die ÖR ahmen immer öfter die privaten Sender nach und kaufen gegen Milionengagen die Akteure dafür ein. Das hat nichts mit Grundversorgung zu tun.
Es braucht auch keine Intendanten mit Gehältern die Richtung halbe Millionen pro Jahr gehen und und die Rente nach Dienstende nicht so viel geringer ist.
Redakteuere die 10.000 € im Monat verdienen möchte ich auch nicht mitbezahlen.
Die ÖR machen doch heute nicht mehr und vieles nicht besser als die privaten. Ich favorisiere ja keine Volksentscheide aber bei der Rundfunkgebühr wäre ich dafür.
Grundversorgung von mir aus ja aber das sollte mit 10€ pro Monat pro Haushalt gedeckelt sein.
Der Apparat der ÖR ist viel zu aufgebläht.

Benutzeravatar
twen-fm
Ehrenmitglied
Beiträge: 29922
Registriert: 28.04.2006, 17:59
Wohnort: Berlin

Re: Reform von ARD/ZDF: Sechs Länder legen Ideen vor

Beitrag von twen-fm » 08.06.2018, 20:39

Wenn man sieht, wer der Gründer von dwdl.de ist (ein ehemaliger Praktikant beim verblichenen NBC GIGA) dann reicht dies bereits voll und ganz aus um zu sehen, warum er so viel lieber den Bereich "Privat-TV" mag. :roll:

Trotzdem muss so einiges kritisch hinterfragt werden: Wieso müssen die Öffis gut 8 Milliarden an "Zwangsabgabegebühren" bekommen? Da ist das grösste Sparpotential vorhanden! Andere vergleichbare grosse öffentlich-rechtliche Programme in Europa (BBC, RAI, France Television) kommen mit viel weniger aus und produzieren nicht weniger Inhalte oder stellen nicht weniger Programme bereit (das gilt vor allem für die BBC und die RAI, letztere hat inzwischen ein gutes Dutzend TV- und Radioprogramme am Start).

Diese kommen, wie gesagt mit weniger Geld pro Jahr aus und produzieren kein schlechteres Programm als andere Sendeanstalten. Andere Gründe zum sparen könnten auch die ganzen Redaktionen und die grösszügigen Bezüge der Verantwortlichen (auch und vor allem derjeniger, die inzwischen in Rente gegangen sind), sein.

Aber auch bei den Sport und anderen Rechten sollten sie nicht mehr mit den Privaten wie die verrückten mitbieten, gut das hat sich inzwischen etwas verbessert, da z.B. nicht auf :evil: komm raus für die Champions League weiter geboten wurde, so schade es sein mag das diese Spiele nun nicht mehr im Free-TV zu sehen sind.

Anderes Sparpotenzial und Synergieeffekte sind bestimmt auch vorhanden und gut ist es, das die KEF da ein wachsames Auge hat. Lobenswert sind z.B. die Programme des DLR, die zeigen was ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk leisten kann, darf und soll.

Ich könnte sicher noch seitenweise weiterschreiben, aber wie so oft im Leben gibt es immer wieder ein "Pro und Contra" und meine Meinung muss nicht zwangsweise die richtige sein, daher höre ich hier auf. :wink:
Keine Signatur mehr!

maniacintosh
Insider
Beiträge: 2036
Registriert: 22.06.2010, 19:27
Wohnort: Bremen

Re: Reform von ARD/ZDF: Sechs Länder legen Ideen vor

Beitrag von maniacintosh » 09.06.2018, 08:05

Wenn man schon Anstalten abschaffen will, wären das das ZDF und das Deutschlandradio. Es geht mir hier nich primär um die Programme, mehr um die Anstalten und den Wasserkopf mit Intendanz, Verwaltung etc. Die Programme könnten als Gemeinschaftsprogramme der ARD (wie heute schon Das Erste) fortbestehen. Auch eine Neugliederung der Landesrundfunkanstalten kann Sinn manchen, aber das Ziel sollte dann nicht sein, die Zahl zu reduzieren, wir haben schon heute 9 Anstalten für 16 Bundesländer. Gerade der NDR dürfte keinesfalls mehr wachsen, da er heute schon für 4 Bundesländer zuständig ist. Hier wäre es in der Tat sinnvoller aus Radio Bremen einen Nordwestrundfunk zu machen und Niedersachsen dem Versorgungsgebiet zuzuschlagen. Viel mehr gefördert werden müsste die Zusammenarbeit. Beispiel sind hier die Nachtprogramme: Hier sollten alle Anstalten mitmachen müssen, statt ihre eigenen Nachtprogramme auf die Beine zu stellen.

Der aktuelle Grundversorgungsauftrag sollte allerdings erhalten bleiben, da die Privaten in einigen Regionen gar nicht mehr unverschlüsselt empfangbar sind (DVB-T2) und es wohl auch ab 2023 auf anderen Empfangswegen so aussehen wird.
Toshiba 40XV733G mit Smit CI+-Modul, Pace S HD501C mit 2 TB Festplatte, Vu+ Uno 4K SE mit DVB-C FBC-Tuner (2TB Festplatte)
KDG G02 mit Kabel Premium Total, Sky Welt, Sky Film, Sky Sport, Sky Bundesliga und Sky HD
2x KDG G09 mit TV Basis HD

spooky
Moderator
Moderator
Beiträge: 9477
Registriert: 02.06.2006, 11:20
Wohnort: Wolfsburg

Re: Reform von ARD/ZDF: Sechs Länder legen Ideen vor

Beitrag von spooky » 09.06.2018, 09:51

Bremen und NDR kann man ja zusammenfassen, aber nicht zum NWDR.
Googlet bitte vorher zum NWDR bevor ihr so was schfeibt, danke.
GigaTV 4K
TV Vielfalt HD
TV Vielfalt HD extra
Sky Ticket Entertainment
Internet & Phone 1000/50
FritzBox 6591 cable

Heiner
Gründer/Moderator
Gründer/Moderator
Beiträge: 24057
Registriert: 17.04.2006, 20:09
Wohnort: Bochum-Langendreer

Re: Reform von ARD/ZDF: Sechs Länder legen Ideen vor

Beitrag von Heiner » 09.06.2018, 10:26

GLS hat geschrieben:
08.06.2018, 19:49
Ne, da bin ich strikt dagegen. Privatisierung ist komplett abzulehnen. Wäre ja noch schöner, dass sich irgendwelche Privatkonzerne mit den Programmen das Maul vollstopfen. :evil: Rundfunk ist eine öffentliche Aufgabe, die mit öffentlichen Geldern finanziert wird, und daher müssen die Programme öffentlich-rechtlich bleiben. :!:
Das wird davon ja auch nicht grundsätzlich berührt. Ich weiß auch, dass das ein kontroverses Thema ist und jeder eine andere Meinung dazu hat. Ich bin jedenfalls strikt dagegen die ÖR gänzlich abzuschaffen. Finde Das Erste aber mittlerweile überflüssig als öffentlich-rechtliches Programm. Dafür ist das Programm dem des ZDF einfach zu ähnlich. Etwas anderes wäre es vielleicht, wenn man beide Programme komplementär programmieren würde. Aber in der jetzigen Form - was kann das Programm leisten, was nicht schon durchs ZDF und die Dritten abgedeckt wird?
Besser als die Fusion von SR mit SWR und RB mit NDR ist es, die Gebiete ähnlich den Kabelregionen zuzuschneiden. Also Bremen & NDS bilden eine neue Anstalt (NWDR? :)) und Saarland & RLP (SWR; für BW dann SDR).
Wäre mir ehrlichgesagt sogar auch recht. Die Programme des RB schätze ich ja selbst sehr, hier geschieht viel innovatives was man z.B. vom WDR so nicht behaupten kann. Einen "Nordwestrundfunk" mit durchaus vorhandener Bremer Prägung würde ich sehr befürworten ;-) Zugegeben würde Bremen im NDR völlig untergehen, noch mehr als jetzt schon als eigenständige Anstalt. Gerade den westlichen Teil Niedersachsens find ich im NDR doch eher unterrepräsentiert.
Lese ich richtig: Beim Radio willst du Programme streichen, auf 3 pro Anstalt? Welche sollen das z. B. beim BR sein? Schonmal dran gedacht, dass es Menschen gibt, die die Spartenprogramme hören, weil es sowas nirgendwo sonst gibt? Was du als "Wildwuchs" bezeichnest, nenne ich "Vielfalt". Ich finde sogar, dass die 8 Programme des BR zuwenig sind. Es müssten noch weitere gestartet (z. B. Trennung von Indie/Alternative/Electro und Hip-Hop/RnB beim sog. "Jugendradio") oder übernommen (z. B. KiRaKa, Cosmo) werden. Ob der DLF das alles machen soll, glaube ich kaum. Da fehlen die Strukturen und die Vernetzung vor Ort.
3 pro Anstalt auf UKW, aber die Möglichkeit per digitaler Übertragungswege (DAB+, Internet, DVB) weitere Programme anzubieten, so fair muss man schon sein, um auch regionalen Bedürfnissen Platz einräumen zu können. Andererseits finde ich 8 Programme ganz und gar nicht zu wenig. Es ist aber nunmal eben auch so, dass du landauf landab oft dasselbe Programm in unterschiedlichen Farben hast. Gerade bei den Pop- und Jugendwellen zugegeben. Das sind Mehrfachstrukturen für die ich so keine Grundlage mehr sehe. Andererseits kommt man in dem Bereich auch nicht ganz an regionalen Popwellen vorbei, da die Hörer sonst vermutlich in Scharen zu den Privaten abwandern würden. Eben darum bin ich dafür, einiges beim DLF zu bündeln und bundesweit zu verbreiten - da wo es sich anbietet. Informationen sind deutschlandweit gefragt - regionale Informationen kann man auch in der Landeswelle behandeln. Die Jugend hört in Bremen jetzt auch nicht unbedingt andere Musik als in München. Im Wedding besteht ebenso viel oder wenig Interesse an Multikulti-Sendungen wie in Duisburg-Marxloh oder Köln-Chorweiler. ;-) Das schließt ja wie gesagt nicht aus, dass man auch regional noch Programmschienen oder Digitalableger schaffen kann.

Wenn man es nicht so extrem zentralisiert, hat allerdings auch das was maniacintosh vorschlägt seinen Reiz. In der Nacht geht der Weg zum Glück immer mehr dahin, dass das Nachtprogramm gemeinschaftlich gestaltet wird.

Grundversorgung ja, aber das was die ÖR hierzulande bringen ist weit mehr als das. Ich würde es nie rein auf eine reine Grundversorgung runterschrauben, aber wie schon gesagt - wofür braucht man x verschiedene Verbrauchermagazine, Servicesendungen, Tiersendungen wenn der Regionalanteil dieser Sendungen doch eher zweifelhaft ist? Deine Forderung geht ja schon eher in Richtung Vollversorgung :wink:

Besser die ÖR werden gesundgeschrumpft statt dass sie irgendwann soviele Feinde haben dass sie abgeschafft werden.
Terrestrik: DVB-T / DVB-T2 HD (FTA) | DAB+ | UKW
Kabel: Unitymedia (Allstars + HD-Option, 2play FLY 400 mit Komfort-Option)
Streaming-Abos: Netflix, Sky Entertainment Ticket, Zattoo Free

Bonzo
Fortgeschrittener
Beiträge: 192
Registriert: 25.03.2016, 13:19

Re: Reform von ARD/ZDF: Sechs Länder legen Ideen vor

Beitrag von Bonzo » 09.06.2018, 10:38

Auch ich sehe beim ZDF nicht den großen Handlungsbedarf, aber die ARD muß dringendst eingedampft werden. Alleine wenn ich mir den WDR mit seinen 11 getrennten Regionalprogrammen ansehe wird mir schlecht. NRW hat eine Fläche von 34000 km² und gönnt sich 11 Regionalsender. Das größte Bundesland Bayern hat die doppelte Fläche und kommt mit 2 Regionalsendern aus.

Mein Vorschlag wäre es Rundfunkbeitrag auf 7,50 Euro festsetzen, dafür erhält man:
- ARD (inkl. wieder Regionalsegmente am Mittag und im Vorabendprogramm, und zwar genau eines pro Bundesland)
- ZDF
- Arte
- Kika
- Phoenix
- ARD Alpha
- Alle Radiosender

Wer mehr will, kann für 10 Euro im Monat die dann aber verschlüsselten, restlichen ÖR-Sender zubuchen. Das hätte den Vorteil, daß sich der Spuk ganz schnell von selbst erledigen würde und die Sender entweder ein attraktives Programm bringen oder eben sparen müßten. Die Dritten senden am Vormittag meist den Schrott der ARD vom Vortag. Als wäre das noch nicht genug, schießt man den Vogel im Samstagabendprogramm komplett ab, wo man Silbereisen zeitgleich auf 4 Dritten Programmen zweitverwertet. Seit man dafür Kritik geerntet hat gibt es Silbereisen nur noch auf 2 Programmen und dafür Kai Pflaume mit seinem lustigen Quiz auf 3 anderen Dritten zur Prime-Time.
Servus, bin der Bonzo. Brauchst du flache Kabel? Ist von Laster überfahren worden ;-)
Brauchst du schlechte Programm auf flache Fernseh? Ist vom Hammer mit Stein bearbeitet worden

Heiner
Gründer/Moderator
Gründer/Moderator
Beiträge: 24057
Registriert: 17.04.2006, 20:09
Wohnort: Bochum-Langendreer

Re: Reform von ARD/ZDF: Sechs Länder legen Ideen vor

Beitrag von Heiner » 09.06.2018, 12:01

Bonzo hat geschrieben:
09.06.2018, 10:38
Auch ich sehe beim ZDF nicht den großen Handlungsbedarf, aber die ARD muß dringendst eingedampft werden. Alleine wenn ich mir den WDR mit seinen 11 getrennten Regionalprogrammen ansehe wird mir schlecht. NRW hat eine Fläche von 34000 km² und gönnt sich 11 Regionalsender. Das größte Bundesland Bayern hat die doppelte Fläche und kommt mit 2 Regionalsendern aus.
Da muss ich dir zumindest teilweise widersprechen. Es ist ja nicht so, dass das Signal vom WDR nun tatsächlich 11x übertragen wird. Tagsüber wird ja auf denselben Stream zurückgegriffen, nur während der Lokalzeit eben nicht. Ich schau die Lokalzeit relativ regelmäßig und grundsätzlich finde ich es auch gut dass es das gibt - hier wohnen schließlich weitaus mehr Leute als in jedem anderen Bundesland - mit ca. 18 Mio. immerhin nochmal etwa 50% mehr als in Bayern und das auf engerem Raum. 2 Regionalisierungen fände ich für NRW zu wenig, genauso wie ich ein Magazin für ganz Niedersachsen beim NDR zu wenig finde. 11 unterschiedliche Lokalzeiten müssten es aber in der Tat auch nicht sein. Das das zu kleinteilig ist, sieht man auch an den Themen der Sendung.

Ganz beliebtes Thema ist da die Erdbeerernte, die dann in 11 verschiedenen Versionen mit örtlichen Bauern diskutiert wird - die Schnitte sind zwar die gleichen aber um den Anschein von Regionalität zu wahren wird irgendjemand aus der Region eingeladen. Das treibt da schon seltsame Blüten. Das ist das, was man im WDR unter Regionalisierung versteht. Ohnehin ist das Profil der Lokalzeiten und der Aktuellen Stunde viel zu verwaschen. Die Doppelungen der AKS und der Lokalzeiten sind nicht gerade wenig, vieles was in der AKS gesehen hat wird in den Lokalzeiten nochmal wiedergekäut mit genau denselben Schnitten. Natürlich wird die Erdbeerernte dort dann auch nochmal durchgekaut. Man macht es sich beim WDR recht einfach und sagt, die Sendungen sollen zeigen was die Menschen vor Ort bewegt. So wurde aus der AKS eine Nachrichtensendung in der auch viele bundesweite Themen vorkommen und in den Lokalzeiten kommt alles mögliche vor, solange man es nur mit irgendeinem Ansprechpartner der aus der jeweiligen Gegend kommt ausschmücken kann.

Meiner Meinung nach würden 4 Lokalzeiten schon reichen: Westfalen (ex Münster + Bielefeld + Siegen), Ruhrgebiet (ex Essen + Dortmund), Niederrhein (ex Düsseldorf + Duisburg + Wuppertal), Rheinland (ex Aachen + Bonn + Köln). Meinetwegen Westfalen wegen der Größe des Gebiets noch aufteilen, da zwischen Münster und Siegen doch schon einiges liegt... wegen der Einwohner ja eher weniger, da der Schwerpunkt hier ja eindeutig in der Rhein-Ruhr-Schiene liegt.
Terrestrik: DVB-T / DVB-T2 HD (FTA) | DAB+ | UKW
Kabel: Unitymedia (Allstars + HD-Option, 2play FLY 400 mit Komfort-Option)
Streaming-Abos: Netflix, Sky Entertainment Ticket, Zattoo Free

Benutzeravatar
twen-fm
Ehrenmitglied
Beiträge: 29922
Registriert: 28.04.2006, 17:59
Wohnort: Berlin

Re: Reform von ARD/ZDF: Sechs Länder legen Ideen vor

Beitrag von twen-fm » 09.06.2018, 18:26

radioeins und Fritz vom rbb sollten nicht angefasst werden, denn solche Programme bieten die meisten anderen Anstalten nicht an, sondern diese erfreuen sich daran dreist den Dudelfunk der Primaten zu kopieren, als schlimmstes Beispiel können die mdr Programme Jump und Sputnik dienen, denn diese sind inzwischen ein- und derselbe Mist! :x
Keine Signatur mehr!