Hilfe beimRechtsstreit mit Kabel Deutschland

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dk9011
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Beiträge: 4
Registriert: 29.03.2011, 15:35

Hilfe beimRechtsstreit mit Kabel Deutschland

Beitrag von dk9011 »

Hallo liebe Forums-User,

ich möchte erstmal möglichst kurz die unschöne Situation schildern, in der ich mich (zusammen mit meinem Mitbewohner) grad befinde:

Im Oktober letzten Jahres haben wir einen Vetrag mit Kabel Deutschland abgeschlossen, digitales Fernsehen sollte es sein. Den Receiver bekamen wir schnell, Fernseh-Empfang hatten wir leider keinen. Also haben wir es mit der Technik- Hotline versucht, von der wir in etwa 20 Anrufen 10 unterschiedliche Erklärungen bekommen haben. Als erstes hieß es, wir sollten uns gedulden, der Anschluss würde noch freigeschaltet werden. Als dann aber die ersten Rechnungsbeträge abgebucht wurden, machten wir etwas mehr Druck und bekamen immer widersprüchlichere AUssagen. Mal hieß es, ein Kabelanschluss wäre in unserem Haus grundsätzlich nicht möglich, dann hieß es, wir sollten uns an unseren Vermieter wenden, weil irgendwelche Dokumente von ihm fehlen würden.
Dies taten wir dann auch, er versicherte uns, das er schon Wochen vor unserem Einzug (neue Wohnung) alles mit Kabel Deutschland geklärt hätte, sogar Techniker von denen in unserer Wohnung gewesen und die Verkabelung übernommen hätten und Kabel Deutschland für die komplette Verkabelung bis in die Wohnung zuständig wäre. Nichtsdestotrotz schickte er die verlangten Formulare noch ein zweites mal an Kabel Deutschland.
Also warteten wir weiter, riefen noch ein paar mal an (wobei uns wieder abwechselnd gesagt wurde, KBD sei nicht zuständig, ein Kabelanschluss sei nicht möglich oder wir müssten nur Geduld haben), bis endlich ein Mitarbeiter bestätigte, dass KBD für die komplette Verkabelung bis in unsere Kabeldose zuständig sei und wir nun einen Techniker bekommen würden.
Dann folgte allerdings die größte Frechheit:
2 Mal machten wir einen Techniker-Termin aus, 2 mal nahmen wir einen Arbeitstag frei und niemand kam, niemand meldete sich, gar nichts. Wobei wir nach dem ersten Mal ausdrücklich darum baten, doch bitte informiert zu werden, wenn der Termin warum auch immer platzen sollte.
Entschuldigt hatte sich niemand, als Gründe wurden wieder verschiedene Dinge genannt (Probleme mit der Zuständigkeit, mit der prinzipiellen Machbarkeit oder andere Sachen...).

Da die Rechnungen natürlich weiter fleißig eintrudelten, entschlossen wir uns zur Kündigung. Nach langer Zeit kam dann die Bestätigung, allerdings erst nach Ende der Mindestvertragslaufzeit, wir sollten also noch ein Jahr bezahlen, ohne je auch nur eine Minute TV geschaut zu haben. Etwa zur selben Zeit (Januar 2011) traf dann auch die erste Mahnung ein. Nach mehreren Versuchen bei dem Kundenservice bekamen wir dann endlich den Hinweis, wer für unsere Belange überhaupt zuständig ist- wir sollten im Mail-Betreff einfach um "Weiterleitung an das Beschwerdemanagement" beten.
Wir schrieben noch einmal eine ausführliche Mail, begründeten wieder anhand der AGB's, dass wir das Recht auf sofortige, rückwirkende Kündigung ab Vetragsbeginn hätten und baten darum.

Nach einigen Wochen (2.2.2011, inzwischen kam Mahnung 2 über 78 Euro) bekamen wir Bescheid, dass unser Vertrag ab 9.12.2010 gekündigt wurde, wir den Receiver zurückschicken und uns zu viel gezahltes erstattet werden sollte. Wir sollten allerdings die bis dahin angefallenen Kosten übernehmen (Vertragsbeginn war Mitte Oktober 2010), was wir unglücklicherweise überlesen hatten...wir sahen nur das, dass Datum der Kündigung in der Vergangenheit lag und gingen dummerweise davon aus, die Kündigung würde ab Vertragsbeginn gelten.
Wieso nun gerade zu diesem Zeitpunkt, 2 Monate nach Vertragsbeginn gekündigt wurde, ist mir schleierhaft, wir betonten immer, von Beginn an keine Leistung erhalten zu haben und demzufolge auch keinen Cent zu zahlen.

Für uns war die Sache damit erledigt, wir gingen davon aus, nix mehr zahlen zu müssen und fuhren während der Semesterferien in den Urlaub.
Jetzt nach Wiederankunft entdeckten wir dann eine neue, berichtigte Rechnung über 58€ (Datum 10.02.2011, es wurden die Rechnungsbeträge nach dem 9.12. von dem Betrag auf der 2. Mahnung wieder abgezogen). Außerdem ein Anwaltsschreiben vom 1.03.2011, wonach nun aus den 58€ durch Verzugsschaden, Mahnauslagen und Geschäftsgebühr 143€ geworden sind, welche wir nun bis 8.03.2011 zahlen sollten, ansonsten würde ein gerichtliches Mahnverfahren eingeleitet werden.

Hier brauchen wir nun Hilfe. Ist es rechtens, dass nach der Berichtigung der Rechnung (aus 78 werden 58 Euro) sofort das Anwaltsschreiben kommt. Hier liegt unser größtes Problem, wir hatten keine Möglichkeit um nachzuweisen, dass auch diese 58€ unrechtmäßig sind...stattdessen wurde das Mahnverfahren einfach weiter durchgezogen, für den neuen Betrag bekamen wir keine weitere Mahnung sondern direkt das Anwaltsschreiben.

Über Tips, Hilfe, Erfahrungen egal welcher Art wären wir sehr dankbar. An wen sollen wir uns wenden, wie sollen wir weiter verfahren?
Klar haben wir Fehler gemacht, die Post muss natürlich auch während des Urlaubs kontrolliert werden...jedoch haben wir wirklich Monate davor alles versucht, das ganze ist uns immer mehr entglitten und als dann die Mahnungen kamen und wir es geschafft hatten, die rückwirkende Kündigung durchzusetzen, dachten wir einfach, wir hätten nun gewonnen und der Horror wäre vorbei.

Wir haben von der ersten Sekunde an keine Leistung von Kabel Deutschland bekommen- es kann doch nicht sein, dass wir jetzt 140 € dafür zahlen müssen?

Bitte helft uns!

Danke schön

MfG
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Bubblegum
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Re: Hilfe beimRechtsstreit mit Kabel Deutschland

Beitrag von Bubblegum »

Mit welcher Begründung hat KD den Vertrag denn beendet?

Möglich wäre da u.a:
- Kulanz ohne weitere Angabe
- keine Bereitstellung / Installation des Produktes möglich
- - (möglicherweise "nur" Digital wegen Hausnetzaufrüstung, was vlt ein Grund für den späteren Termin sein kann
- - fehlende Gestattung / Vereinbarung mit Eigentümer
- Widerruf (fristgerecht oder auch Kulanz weil nicht fristgerecht)

Was nu die Forderungsabgabe (ohne Prüfung der tatsächlichen Leistungsbereitstellung angeht), so sollte geprüft werden, woraus sich die Hauptforderung überhaupt ergibt.
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VBE-Berlin
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Re: Hilfe beimRechtsstreit mit Kabel Deutschland

Beitrag von VBE-Berlin »

Wenn das Haus wirklich NE4 ist, was sich hieraus
dk9011 hat geschrieben:Kabel Deutschland für die komplette Verkabelung bis in die Wohnung zuständig wäre
ableitet, dann verstehe ich das nicht.
Da würde maximal die Anklemmung fehlen.

Wenn es ein NE3-Objekt ist, ist die KDG zum Legen des Kabels nur beim Installationsservice zu 99 Euro verpflichtet.
Wenn das Bereitstellungsentgelt 49,90 euro war, wäre der Kunde vom Keller bis in die Wohnung selbst verantwortlich.

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dk9011
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Re: Hilfe beimRechtsstreit mit Kabel Deutschland

Beitrag von dk9011 »

Erstmal ein großes Dankeschön für die Antworten!

@bubblegum

Die beiden Kündigungsschreiben (das erste zum Ende der Mindestlaufzeit 12.10.2011 und das zweite dann rückwirkend zum 9.12.2010) scheinen mir automatische Nachrichten zu sein, bis auf das Kündigungsdatum waren sie vom Wortlaut komplett identisch. Es steht einfach da "Sie haben ihre Verträge gekündigt. Das finden wir sehr schade. Aber natürlich bestätigen wir ihre Kündigung zum ..."
Das zweite schreiben war ja eigentlich als Antwort auf unsere Bitte nach außerordentlicher Kündigung, auf unsere Kündigungsgründe wurde hier leider nicht eingegangen und wie das Kündigungsdatum 9.12.2010 (2 1/3 Monate nach Vertrags zustande kam wird auch nicht begründet ?
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Bubblegum
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Re: Hilfe beimRechtsstreit mit Kabel Deutschland

Beitrag von Bubblegum »

Hm....

Eine Standardbestätigung mit angepasstem Datum? Wird "normalerweise" bei KD nur bei nachträglich vorgelegten Nachweisen für eine Änderung des Kündigungstermins so verwendet.

Aktuelle Mutmaßung: Der Vertragf wurde wegen fehlender Installationsmöglichkeit beendet - und dafür wurde möglicherweise der Rückläufer des Installationsauftrages verwendet.

Ohne "Dateneinsicht" nicht zu beurteilen.

Für den Forderungswiderspruch bliebe demnach:
Die Annahme der Kündigung außerhalb der Kündigungsfrist nach der Beschwerde läßt ohne weitere Begründung die Nichtverfügbarkeit oder fehlende Bereitstellung vermuten.
dk9011
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Re: Hilfe beimRechtsstreit mit Kabel Deutschland

Beitrag von dk9011 »

Wie schnell sich doch alles klären kann...

Eine weitere Mail, die ich gestern Abend noch an das Beschwerdemanagement geschickt hatte und in der ich nochmals um Auskunft über die aktuelle Vertragssituation inkl. Aufzählung aller offener Forderungen mit Begründung dafür bat und außerdem forderte, dass das Mahn/- Inkassoverfahren bis dahin ausgesetzt wird, wurde heute morgen direkt beantwortet.

Mir wurde seitens KD nun versichert, dass keine offenen Forderungen mehr bestünden und wir alle weiteren Anwaltsschreiben ignorieren sollten. Scheinbar gibt es da nur einige sehr lange Leitungen bei KD, seit unserem letzten Kündigungsschreiben vor gut 2 Monaten hat sich die Situation ja nicht verändert...ich frage mich, was passiert wäre, wenn wir auf dieses oder das nächste Anwaltsschreiben reagiert und das Geld gezahlt hätten.

Insgesamt war das natürlich eine sehr traurige Geschichte. Wir haben von Anfang an keinen Empfang gehabt und dies auch sofort und durchgehend an Kabel Deutschland mitgeteilt. Hätte das nicht einfach einer der zig Mitarbeiter, mit denen wir gesprochen haben, kurz notieren können, sodass die Rechnungen erstmal gestoppt werden? Das hätte uns und denen monatelangen Ärger erspart. Das dann noch Techniker-Termine versäumt werden und der Kunde mit seinen Problemen völlig alleingelassen wird ist natürlich eine Frechheit.

Trotzdem bin ich natürlich froh, dies alles nun hoffentlich überstanden zu haben und möchte mich vorallem bei bubblegum noch einmal ganz herzlich für die Hilfe bedanken!

MfG
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Nibelungen
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Re: Hilfe beimRechtsstreit mit Kabel Deutschland

Beitrag von Nibelungen »

Also ich persönlich würde mir sowas per Post schicken lassen (das Zugeständnis, dass keine weiteren Forderungen offen sind usw) - weil hier ja bereits Anwälte im Spiel sind. Schriftlich ist da nie verkehrt...
Ich hasse Signaturen. Deshalb lasse ich sie mir nicht mehr anzeigen.
dk9011
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Re: Hilfe beimRechtsstreit mit Kabel Deutschland

Beitrag von dk9011 »

Danke für den Tip, dann werde ich auch nochmal darum beten, bei KD weiß man ja nie.